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HELVETIA: Doris Russi beerbt Pierin Vincenz bei der Helvetia

Seit dem Rücktritt von Pierin Vincenz übt die Rechtsanwältin Doris Russi das Amt der Verwaltungsratspräsidentin interimistisch aus. Nun soll sie dieses Amt offiziell übernehmen.
Thomas Griesser Kym
Das Hauptgebäude der Helvetia Versicherung in St.Gallen. (Bild: MARTIN RUETSCHI (KEYSTONE))

Das Hauptgebäude der Helvetia Versicherung in St.Gallen. (Bild: MARTIN RUETSCHI (KEYSTONE))

Am vergangenen 18. Dezember endete die Ära des früheren Raiffeisen-Chefs Pierin Vincenz beim Versicherer Helvetia - abrupt und ohne Glanz und Glorie. Vincenz trat zurück, als Folge des Zwangsverfahrens der Finanzmarktaufsicht (Finma) gegen seine Person. Interimistisch übernahm Doris Russi Schurter das Verwaltungsratspräsidium. Die Luzerner Anwältin, Jahrgang 1956, sitzt seit bald zehn Jahren im Aufsichtsgremium der Helvetia und war seit mehreren Jahren Vizepräsidentin. Nun wird Russi Schurter der Generalversammlung vom 20. April als feste Lösung vorgeschlagen. «Doris Russi Schurter kennt Helvetia bestens und hat als langjährige Vizepräsidentin die Entwicklung unseres Unternehmens wesentlich mitgeprägt», lässt sich Hans Künzle zitieren, der zweite Vizepräsident des Verwaltungsrates. Und: Russi Schurter werde zusammen mit dem ganzen Gremium und der Konzernleitung die Umsetzung der Strategie «Helvetia 20.20» weiterverfolgen. Diese sieht beispielsweise vor, dass Helvetia digitaler wird, Geschäftsvolumen und Gewinn steigert sowie selektiv auch durch Akquisitionen wächst.

Doris Russi (Bild: pd)

Doris Russi (Bild: pd)

Abgesehen von Russi Schurters Aufrücken auf den Stuhl der Präsidentin erfährt der Verwaltungsrat auch eine Blutauffrischung. Drei Neue stellen sich zur Wahl ins Aufsichtsgremium. Es sind dies Beat Fellmann, Finanzchef des grössten Schweizer Baukonzerns Implenia, Thomas Schmuckli, Verwaltungsratspräsident des Schraubenherstellers Bossard, und die frühere KPMG-Wirtschaftsprüferin Regula Wallimann. Alle drei haben reiche Führungserfahrung in national und international Unternehmen und bringen wertvolles Spezialwissen mit, wie Russi Schurter laut der Mitteilung sagt.

Auf eine Wiederwahl in den Helvetia-Verwaltungsrat verzichtet Patrik Gisel. Hintergrund des Ausscheidens des Vincenz-Nachfolgers als Raiffeisen-Chef ist, dass die Genossenschaftsbank vergangenen September ihre Beteiligung an Helvetia verkauft und den Aktionärspool mit der Patria-Genossenschaft verlassen hat. Die Kooperation den beiden Finanzunternehmen, wobei die Raiffeisenbanken Produkte und Dienstleistungen der Helvetia vertreiben, bleibt indessen bestehen.

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