«Hartnäckigkeit und auch Glück»

Nachgefragt

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Jungfirmen, Technologie und Investoren: 1500 Teilnehmende aus 50 Ländern treffen sich am Start Summit vom 24./25. März in St. Gallen. Simon Furer, Präsident des Vereins Start Global an der HSG, über den Grossanlass.

Die Zahl junger Firmen steigt, aber auch die Zahl der Start-up-Anlässe. Wie hebt sich denn der Start Summit selber in diesem Wettbewerb ab?

Viele Anlässe ergänzen sich auf die eine oder andere Weise. Daher kann man weniger von einem direkten Konkurrenzkampf sprechen. Unser Alleinstellungsmerkmal ist es, dass wir 800 Studierende an der Konferenz haben, die entweder Gründungsabsicht haben oder bereits in der Gründung sind – wir sind die einzige Initiative in der Schweiz, die es schafft, wirklich 450 Unternehmensgründer mit Investoren, Studierenden und Unternehmensvertretern zu vernetzen.

Zugkräftige Referenten sind immer auch ein Thema. Wie kommen Sie an Ihre Wunschkandidaten aus Wirtschaft und Silicon Valley heran?

Ein gutes Netzwerk, Hartnäckigkeit und auch Glück spielen eine Rolle. Einerseits knüpft der studentische Verein Start Global auch übers Jahr immer wieder Kontakte, ebenso ist die kantonale Wirtschaftsförderung mit ihrem Netzwerk aktiv. Manchmal genügt auch eine kurze, per E-Mail verschickte Anfrage zur richtigen Zeit mit den richtigen Worten, dass jemand spontan zusagt. Und Glück kann man haben, wenn jemand zufällig gerade in Europa unterwegs ist und damit eine kurze Anreise hat.

Der Programmierwettbewerb Start Hack vor dem Treffen hatte noch mehr Teilnehmende als 2016. Woran liegt das?

Das Interesse an solchen Veranstaltungen ist von allen Seiten gross. Technologiestudenten würden sich wohl am liebsten jedes Wochenende im Programmieren messen, und Unternehmen erhoffen sich Lösungen für konkrete Problemstellungen. Einige Firmen sind aber auch auf der Suche nach neuen Talenten.

Start-ups können schnell in Märkte einsteigen, aber auch schnell wieder verschwinden. Traditionelle Firmen haben bewährte Infrastrukturen, sind damit aber langsamer. Sehen Sie Wege, beide Welten einander anzunähern?

Ja, unbedingt. Auf gewisse Weise passiert das auch am Start Summit. Dafür haben wir ein Eventformat, in dem Jungfirmen in kleiner Gesprächsrunde mit Marktführern aus der Industrie zusammentreffen. Davon erhoffen wir uns einen Wissensaustausch, von dem beide Seiten profitieren. (T.F.)