Handy und Tablet ferientauglich machen

BERN. Handy und Tablet sind wichtige Ferienbegleiter. Vor der Reise sollte man sie aber fit machen. An Strand und Pool bedrohen etwa Sand und Wasser die Technik. Plastikbeutel bewahren sie vor Schäden.

Kurt Haupt/Mid
Merken
Drucken
Teilen

BERN. Handy und Tablet sind wichtige Ferienbegleiter. Vor der Reise sollte man sie aber fit machen. An Strand und Pool bedrohen etwa Sand und Wasser die Technik. Plastikbeutel bewahren sie vor Schäden. Dabei muss man nicht unbedingt zu teuren Spezialhüllen greifen; auch übliche Gefrierbeutel schützen, ohne dass die Bedienung darunter leidet.

Wer sein Smartphone auf die Bartheke in Schwellenländern legt, schindet zwar Eindruck – lockt aber auch Langfinger an. Vor der Abreise sollte man sich mit den Schutzfunktionen seines Smartphones befassen. Ein aktivierter SIM-Lock mit vierstelligem Zahlencode schützt vor Missbrauch. Alle modernen Smartphones lassen sich via Internet lokalisieren, sofern man die nötige Funktion aktualisiert hat. Das schützt besonders vor der eigenen Vergesslichkeit. Ohne Internet lokalisiert die Android-App Pintail.

WLAN und fernsehen

Vorsicht angebracht ist bei der Nutzung von WLAN in Hotels, Restaurants und Städten. Grundsätzlich können die Betreiber den ganzen Datenverkehr mitlesen. Dagegen schützen VPN-Dienste. Gratis sind tunnelbear.com, cyberghostvpn.com und hotspotshield.com.

Eine Liste mit Schweizer-TV-Angeboten im Ausland gibt's bei vpndienste.org/land/schweiz. Schweizer Vertraulichkeit versprechen die lokalen Anbieter swissvpn.net und suissl.com

Gegen den Kostenschock

Wer im Ausland mobiles Internet via Handynetz nutzen will, sollte sich vor Abreise bei seinem Schweizer Anbieter über die Tarife informieren. Mit Roaming-Paketen lässt sich viel Geld sparen. Je nach Anbieter werden diese Pakete einmalig gekauft oder abonniert. Zusätzlich muss man klären, was passiert, wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist und wie man Datenpakete im Ausland dazukaufen kann. Am günstigsten surft man im Ausland mit Dual-SIM-Handys. Weil sich in diesen parallel zwei SIM-Karten nutzen lassen, kann man im Ferienland eine günstige Prepaid-Karte für Internet und lokale Telefonie kaufen und bleibt trotzdem unter seiner Schweizer Handynummer erreichbar.

Vor der Abreise sollte man sich auch mit den Ferienfunktionen des Handys vertraut machen. Aktiviert man die Nicht-stören-Funktion, klingeln nur noch bestimmte Anrufer. Die GPS-Funktion braucht Akku, versieht die Fotos aber mit Standortinformationen. Kartenausschnitte lassen sich mit Google zu Hause auf dem Handy speichern und ohne Internet nutzen. Apps wie Nokia Here laden Länderkarten auf das Smartphone und erlauben Navigation mit GPS und ohne Internet.