Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HALBJAHRESZAHLEN: Wachstum mit roten Zahlen erkauft

Die Frauenfelder Versandapotheke Zur Rose ist im ersten Halbjahr 2017 kräftig gewachsen. Allerdings musste dabei ein Verlust von mehr als 18 Millionen Franken verkraftet werden. Zur-Rose-Chef Walter Oberhänsli peilt 2018 wieder die Gewinnzone an.
Stefan Borkert
Zur Rose und Migros stehen vor weiteren Kooperationen. (Bild: Peter Schneider/Keystone (Bern, 10. Juli 2017))

Zur Rose und Migros stehen vor weiteren Kooperationen. (Bild: Peter Schneider/Keystone (Bern, 10. Juli 2017))

Stefan Borkert

Wegen der roten Zahlen im ersten Semester zerbricht sich Zur-Rose-Chef Walter Oberhänsli nicht den Kopf. Unter dem Strich hat die Zur-Rose-Gruppe immerhin einen Verlust von 18 Millionen Franken einstecken müssen. Dass es so kommen würde, war abzusehen. Er sieht das Positive: «Die Zur-Rose-Gruppe blickt auf ein erfolgreich verlaufenes erstes Halbjahr 2017 zurück», erklärte er gestern an einer Medienkonferenz. Man habe das Umsatzwachstum in den ersten sechs Monaten weiter zu beschleunigen vermocht. Nach dem erfolgreichen Börsengang verfüge die grösste Versandapotheke Europas über die notwendigen Mittel, um den ein­geschlagenen Expansionskurs gezielt fortzusetzen und die Wachstumsmöglichkeiten zu nutzen. Und auch Finanzchef Marcel Ziwica betont, das operative Geschäft sei profitabel. Das negative Ergebnis habe man bewusst in Kauf genommen.

Marktführerschaft weiter ausbauen

Im Zuge ihrer Wachstumsinitiativen gelang es der Zur-Rose-Gruppe allerdings, den Umsatz im ersten Semester des Jahres um 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 466 Millionen Franken zu steigern. Oberhänsli betonte, dass Zur Rose das strategische Ziel habe, die Marktführerschaft in Deutschland weiter auszubauen sowie die Ex­pansion in andere europäische Märkte einzuleiten.

Die verstärkten Marketing­aktivitäten sowie zusätzlicher Personalaufwendungen haben das Gruppenergebnis mit fast 14 Millionen Franken belastet. Der Börsengang schlug mit 5,3 Millionen Franken zu Buche. Auf der anderen Seite konnte die Zur-Rose-Gruppe ihre führende Marktposition in Deutschland weiter ausbauen, betonte Oberhänsli. Der Umsatz in Deutschland mit der Tochter Doc Morris erhöhte sich um fast 13 Prozent auf gut 226 Millionen Franken. Besonders erfolgreich sei das Versandgeschäft mit rezeptfreien Arzneimitteln von Doc Morris gewesen. Hier betrug die Umsatzsteigerung gar an die 43 Prozent. Das Versandgeschäft mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln von Doc Morris verzeichnete laut Oberhänsli immerhin ein Umsatzwachstum von 7,2 Prozent. Auch die Anzahl aktiver Kunden habe sich in beiden Bereichen gegenüber dem Vorjahr weiter deutlich erhöht.

Schweizer Geschäft ­entwickelt sich stabil

Neue Kunden haben auch in der Schweiz den Umsatz angekurbelt. Allerdings nicht in dem Masse wie in Deutschland. «Dank Neukundengewinnung konnte der Umsatz des Ärztegeschäfts (B2B) in der Schweiz aber immerhin um 5 Prozent gesteigert werden», sagte Oberhänsli. Insgesamt ist der Inlandumsatz stabil um 2 Prozent auf gut 238 Millionen Franken angewachsen.

In der Schweiz ist Zur Rose ausserdem eine Kooperation mit Medbase eingegangen. Oberhänsli verspricht sich davon, den Marktanteil im Ärztegeschäft weiter auszubauen. Weiter ist die erste Shop-in-Shop-Apotheke in der Migros in Bern aufgegangen. Bewährt sich der Pilotversuch, dann sind weitere Kooperationen mit stationären Apotheken geplant.

Oberhänsli rechnet mit einem Umsatzwachstum bis Ende Jahr von 10 Prozent und einem leichten Verlust. 2018 soll dann wieder die Gewinnzone betreten werden. Das Margenziel beträgt bis dann 4 bis 5 Prozent.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.