Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HALBJAHRESERGEBNIS: Rekord im ersten Semester

Mit 434 Millionen Franken hat die Raiffeisen-Gruppe erstmals die 400-Millionen-Marke beim Gewinn in einem Semester überschritten. Der Umbau der Privatbank-Tochter Notenstein La Roche kommt voran.
Stefan Borkert
Nach einem Gewinneinbruch im ersten Semester 2016 ist Raiffeisen 2017 in allen Ertragspositionen gewachsen. (Bild: Ennio Leanza/Keystone)

Nach einem Gewinneinbruch im ersten Semester 2016 ist Raiffeisen 2017 in allen Ertragspositionen gewachsen. (Bild: Ennio Leanza/Keystone)

Stefan Borkert

Raiffeisen Schweiz hat Niedrig- und Negativzinsen zum Trotz das beste Halbjahresergebnis in der Geschichte der drittgrössten Schweizer Bank eingefahren. Auch die Sorgentochter – die Privatbank Notenstein La Roche – nimmt langsam Fahrt auf. Raiffeisen-Chef Patrik Gisel sagte gestern an einer Telefonkonferenz, dass der Umbau der Privatbank Früchte trage. Notenstein La Roche blicke auf ein solides erstes Halbjahr zurück. «Die Ertragskraft konnte gesteigert und der Geschäftsaufwand gesenkt werden», sagte Gisel. Derzeit werde noch mit der Bank Vontobel über die Übernahme des Osteuropa-­Geschäfts verhandelt.

Mit der Einführung des neuen Kernbankensystems im dritten Quartal werde ein weiterer Meilenstein zur Erhöhung der Prozesseffizienz erreicht. «In Ergänzung zur Steigerung der Produktivität wird in den kommenden Monaten verstärkt auf die Entwicklung der verwalteten Ver­mögen gesetzt», fährt Gisel fort. Zur Jahresmitte betrugen diese 19,4 Milliarden Franken.

Mehr Hypotheken und mehr Kundeneinlagen

Unter dem Strich ist der Gewinn der Raiffeisen-Gruppe im ersten halben Jahr um 68 Millionen auf 434 Millionen Franken gestiegen und hat damit erstmals die Marke von 400 Millionen Franken überschritten. Sowohl im Hypothekar- als auch Kundeneinlagen­geschäft habe sich das Wachstum auf hohem Niveau fortgesetzt. «Die Erträge sind auf breiter Front und stärker als die Kosten gestiegen, sodass der Geschäftserfolg mit 532 Millionen Franken einen neuen Höchstwert er­reichte», verkündete ein zufriedener Raiffeisen-Chef. Insgesamt habe sich der Geschäftsertrag im Vergleich zur Vorjahresperiode um 106 Millionen Franken oder 7 Prozent erhöht, und zwar auf gut 1,6 Milliarden Franken. Gisel sagte, dass das grösste Wachstum im Handelsgeschäft sowie mit dem übrigen ordentlichen Erfolg erzielt wurde. Letzterer stieg ­demnach um 66 auf 145 Mil­lionen Franken an, was eine ­Steigerung von 85 Prozent bedeutet. Gleichzeitig nahm der Geschäftsaufwand lediglich um 45 Millionen auf 1 Milliarde Franken zu.

Kostentreiber seien die beiden Projekte zur Einführung der neuen Kernbankensysteme bei den Raiffeisenbanken sowie bei der Notenstein La Roche Privatbank. Die Aktivierung der Kosten für IT-Projekte habe gleichermassen die Ertrags- wie die Kostenseite beeinflusst. «Erst mit Einführung der Kernbanken­systeme werden die aufgelaufenen Projektkosten von mehr als 400 Millionen Franken in Form von Abschreibungen erfolgs­wirksam.» Zwar konnte das Geschäftsvolumen im ersten Halbjahr anwachsen, aber die Wachstumsraten hätten sowohl im Kredit- als auch im Einlagen­geschäft nicht mehr ganz die Werte des Vorjahres erreicht, gab Gisel zu bedenken. «Mit einer Zu­nahme von 2 Prozent bei den Hypothekarforderungen und 1,8 Prozent bei den Verpflichtungen aus Kundeneinlagen liegen die Raiffeisenbanken jedoch noch immer leicht über dem Marktdurchschnitt», sagte er. Man habe die Volumenausweitung nicht mit höheren Risiken erkauft.

Anforderungen für ­Eigenmittel werden erfüllt

Laut Gisel sind die Wertberichtigungen für Ausfallrisiken auf ­rekordtiefe 213 Millionen Franken gesunken. Raiffeisen werde auch die neuen Anforderungen für Eigenmittel ohne Zusatzmassnahmen erfüllen können. Gisel rechnet ausserdem damit, dass das Jahresergebnis über jenem des Vorjahres liegen wird.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.