«Gutes Verhältnis ist entscheidend»

Nachgefragt

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Christof Stürm, Steinemann Technology feiert sein 100-jähriges Bestehen. Mit welchem Rezept hat sich das Unternehmen über all die Jahre behauptet?

Es braucht vor allem Flexibilität. Angefangen hat die Firma mit Haushalts-, Teigwaren- und Textilmaschinen. Heute entwickeln wir Schleif- und Lackiersysteme für spezialisierte Nischenmärkte. Entscheidend ist es auch, über die Jahre ein gutes Verhältnis mit den Mitarbeitenden zu pflegen.

Aktuell beschäftigt der digitale Wandel die Firmen aller Branchen. Wie geht Steine­mann Technology damit um?

Maschinen kommunizieren vermehrt selbstständig via Internet. Die Zahl der Schnittstellen steigt, die Anlagen werden komplexer. Schon heute legen wir deshalb Wert darauf, dass unsere Mitarbeiter Spezialisten sind – in der technischen Entwicklung bei uns im Hause und auch vor Ort beim Kunden. Denn wir wollen nicht einfach einzelne Produkte verkaufen, sondern sicherstellen, dass das ganze System im Zusammenspiel funktioniert.

Allerdings ist der Mangel an Fachkräften immer wieder ein Thema. Auch bei Ihnen?

Tatsächlich ist der Arbeitsmarkt in dieser Hinsicht angespannt. Obwohl Technologien im Alltag immer präsenter werden, ist es nicht einfach, Personen für technologische Berufe, die Mint-Berufe, zu begeistern. Möglicherweise nehmen manche die ­Maschinenindustrie nach dem Abbau früherer Jahre als eher unsichere Branche wahr. Doch als Spezialist in der richtigen Nische kam man sich auch von der Schweiz aus behaupten. (T. F.)