Güterverkehr
Stadler liefert elektrische Lokomotiven nach Portugal

Das portugiesische Transport- und Logistikunternehmen Medway bestellt bei Stadler 16 Lokomotiven für 93 Millionen Euro. Die Loks werden von der spanischen Tochter des Ostschweizer Schienenfahrzeugherstellers gebaut.

Thomas Griesser Kym
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Der Schriftzug von Stadler am Hauptsitz in Bussnang.

Der Schriftzug von Stadler am Hauptsitz in Bussnang.

Bild: Gian Ehrenzeller/KEY (19. März 2019)

Portugal ist für Stadler ein junger Markt. Erst vor gut einem Jahr, 2020, ist es dem Unternehmen von Patron Peter Spuhler gelungen, in dem Land Fuss zu fassen. Damals bestellte die staatliche Bahngesellschaft Comboios de Portugal (CP) bei Stadler 22 Regionalzüge des Typs Flirt. Der Auftrag ist 158 Millionen Euro wert und enthält auch Instandhaltung während vier Jahren.

Nun legt Stadler in Portugal nach. Mit dem Logistik- und Transportunternehmen Medway, das als grösster privater Güterfrachtbetreiber auf der Schiene auf der iberischen Halbinsel gilt, hat Stadler einen Vertrag unterzeichnet zur Lieferung von 16 elektrischen Euro-6000-Lokomotiven. Der Auftrag hat einen Wert von 93 Millionen Euro (98 Millionen Franken).

Längere und schwerere Güterzüge als bisher

Stadler wird die Loks in der Fabrik seiner spanischen Tochtergesellschaft in Valencia fertigen. Die jeweils 8274 PS starken Loks sollen zwischen Ende 2023 und Anfang 2024 ausgeliefert werden. Sie werden es den Angaben zufolge Medway ermöglichen, In Portugal und Spanien längere und schwerere Güterzüge als bisher zu ziehen.

Die Beschaffung der Loks wird finanziell unterstützt durch die Europäische Investitionsbank (EIB). Medway wird danach über eine Flotte aus 80 Loks verfügen.

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