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Grüne Energie für Häggenschwil

Ein Team von Studierenden der FHS zeigte der Gemeinde Häggenschwil Wege für die Zeit nach der Atomkraft auf. Dafür wurde das Team für den WTT Young Leader Award nominiert.
Diese Studenten helfen Häggenschwil auf den Weg zur grünen Energie. (Bild: pd)

Diese Studenten helfen Häggenschwil auf den Weg zur grünen Energie. (Bild: pd)

HÄGGENSCHWIL. Wie kann die Gemeinde Häggenschwil in absehbarer Zeit einen Anteil des Energiebedarfs aus selber produzierten und erneuerbaren Quellen beziehen? Diese Frage stellte die Arbeitsgruppe Energie der Gemeinde Häggenschwil einem Praxisprojektteam der Fachhochschule St. Gallen (FHS) und gab eine Auslegeordnung aller möglichen Optionen in Auftrag. Im Rahmen eines Praxisprojektes skizzierten die Studierenden drei Strategien. Diese Arbeit wurde für den WTT Young Leader Award in der Kategorie Managementkonzeption nominiert.

Aus ökonomischer Perspektive

«Ökologie ist für Betriebsökonomie-Studierende meist eine Unbekannte. Für uns war es deswegen besonders interessant, Ökologie und grüne Energie zu analysieren und Aspekte der Ökonomie in unsere Überlegungen einfliessen zu lassen», so Sandi Bosnic aus Wittenbach. Zusammen mit den Kommilitonen Projektleiter Mijo Prljevic, Kenan Helac, Philipp Degasperi und Andreas Fraefel erstellte er eine vollständige Auslegeordnung aller möglichen Energiequellen und reduzierte diese anhand nachvollziehbarer Filter – Recherchen, Interviews mit Energieexperten, Evaluation von Best-practice-Beispielen – auf konkrete Vorschläge.

Das Team habe sich nicht nur auf die Wiedergabe von Expertenmeinungen beschränkt, sondern die Argumente auf einer soliden Datenbasis abgestützt. «Damit liegt der Wert der Arbeit nicht nur in den drei skizzierten Strategien, sondern der Transparenz, mit welcher die Studierende über mehrere Stufen die möglichen Energiequellen auf potenzielle Energiequellen reduzierten», meint FHS-Professor Lukas Schmid, Projektcoach des Teams. Auf dieser Basis könne Häggenschwil nun eine informierte Entscheidung treffen, welche Optionen weiterverfolgt werden sollen.

Pionier Häggenschwil

Das Team schlug der Gemeinde die Energiestrategie «Pioniere» vor. Diese Strategie ist eine Kombination von dezentralen Photovoltaik-Kleinanlagen und einem Biomassenkraftwerk mit pflanzlicher und tierischer Biomasse. Damit könnte rund 60 Prozent der von Häggenschwil benötigten Energie selber produziert werden. Die Gemeinde Häggenschwil würde eine Pionierstellung einnehmen, wie die Studierenden festhielten. «Das hätten wir kaum für möglich gehalten», so Hans-Peter Eisenring, Gemeindepräsident von Häggenschwil: «Im Moment beziehen wir 80 Prozent des Stroms aus der Atomkraft.» Es sei durchaus möglich, dass die Gemeinde die Option Biomassenkraftwerk weiterverfolge und dass er mit der interessierten Bevölkerung das Kraftwerk in Kägiswil besuche, um von deren Erfahrung zu lernen: «Und sollte es Initiatoren geben, welche das Projekt verfolgen möchten, könnte ich mir vorstellen, dass wir dieses Projekt als Folgeauftrag wiederum mit der FHS St. Gallen in Angriff nehmen.» (red.)

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