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GROSSAUFTRAG AUS BERN: BLS und Stadler unterzeichnen Vertrag für grosse Zugsbeschaffung

Die BLS und der Thurgauer Zughersteller Stadler Rail haben den Werkliefervertrag für die grösste Rollmaterialbeschaffung des Berner Bahnunternehmens unterzeichnet. Wegen der offenen Fragen rund um die Fernverkehrskonzession bestellt die BLS etwas weniger Züge als 2017 angekündigt.
Ein Stadler Rail Flirt Zug der Südostbahn: Voraussichtlich Anfang 2019 beginnt der Thurgauer Fahrzeugbauer mit dem Bau des ersten Wagenkastens. (Archivbild) (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

Ein Stadler Rail Flirt Zug der Südostbahn: Voraussichtlich Anfang 2019 beginnt der Thurgauer Fahrzeugbauer mit dem Bau des ersten Wagenkastens. (Archivbild) (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

Wie aus einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Unternehmen vom Montag hervorgeht, wird die BLS 52 Züge des Typs Flirt der neusten Generation beschaffen. Dies für einen Preis von 583 Mio. Franken, wie BLS-Sprecher Stefan Dauner auf Anfrage bekanntgab.

Im vergangenen Jahr war noch die Rede gewesen von 58 Zügen für 650 Mio. Franken. Damals hatte die BLS bekanntgegeben, sie habe sich für Stadler Rail als Lieferanten entschieden. Bombardier hatte das Nachsehen.

Gemäss den damaligen Plänen wollte die BLS 28 Züge für den Regionalverkehr und 30 Züge für den RegioExpress-Verkehr beschaffen. Doch bestellt nun die BLS für den RegioExpress-Verkehr nur 24 Züge. Dies, weil die Linie Bern-Neuenburg-La Chaux-de-Fonds-Le Locle NE künftig nicht mehr als Regionalverkehrs-, sondern als Fernverkehrslinie betrieben werden soll.

Das Bundesamt für Verkehr hat bekanntlich im Streit der BLS mit der SBB um mehrere Fernverkehrslinien − darunter eben die Linie von Bern in den Neuenburger Jura − noch keinen Vergabeentscheid gefällt.

Stadler-Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler und BLS-Chef Bernard Guillelmon unterzeichneten den Vertrag, nachdem der Bund, die Kantone und der BLS-Verwaltungsrat die für die Beschaffung notwendige Mittelzusage erteilt hatten.

Erste Züge ab 2021 in Betrieb

Mit den 52 neuen Zügen ersetzt die BLS einerseits drei ältere Fahrzeugtypen und vereinheitlicht ihre Flotte. Damit werden der Betrieb, die Einsatzplanung und die Instandhaltung der Züge stark vereinfacht. Andererseits kann sie den geplanten Ausbau des Regionalverkehrs im Kanton Bern sicherstellen.

Die BLS bezieht nach eigenen Aussagen verschiedene Kundenvertreter wie Pro Bahn, ausgewählte Fahrgäste und Behindertenorganisationen in den Prozess der Ausgestaltung der Züge mit ein. Voraussichtlich Anfang 2019 beginnt der Thurgauer Fahrzeugbauer Stadler mit dem Bau des ersten Wagenkastens.

Ab Mitte 2019 soll der erste Zug auf den Schienen getestet werden. Zwischen 2021 und 2025 nimmt die BLS die Züge schrittweise in Betrieb.

Damit die BLS für künftige Entwicklungen gerüstet ist und die Einheitlichkeit der Flotte langfristig sicherstellen kann, sichert sich das Verkehrsunternehmen die Option, weitere Züge des gleichen Typs nachzubestellen.

Wenn die BLS den Zuschlag für die Fernverkehrskonzession erhält, wird sie gemäss diesem Prinzip weitere RegioExpress-Züge bestellen, wie BLS-Sprecher Dauner sagt. (sda)

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