Griechenland erhält weitere Milliardenhilfen

ATHEN. Griechenland soll eine weitere Tranche aus dem Rettungspaket von den EU-Partnern erhalten, in Höhe von 8,3 Mrd. €. Das kündigte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem gestern nach einem Treffen der Finanzminister der Euroländer in Athen an. Bis Ende Monat sollen 6,3 Mrd.

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ATHEN. Griechenland soll eine weitere Tranche aus dem Rettungspaket von den EU-Partnern erhalten, in Höhe von 8,3 Mrd. €. Das kündigte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem gestern nach einem Treffen der Finanzminister der Euroländer in Athen an. Bis Ende Monat sollen 6,3 Mrd. € ausbezahlt werden, sagte Dijsselbloem. Mit dieser Tranche könne Griechenland die im kommenden Monat fälligen Schulden tilgen. Eine zweite und dritte Tranche sollten dann im Juni und Juli ausbezahlt werden. Diese werden jedoch laut Dijsselbloem an Bedingungen geknüpft. Zusätzlich wird der Internationale Währungsfonds (IWF) seinerseits 3,5 Mrd. € an Griechenland beisteuern.

Lob von EZB-Chef Draghi

Die Eurogruppe nehme den «bemerkenswerten Fortschritt» Griechenlands zur Kenntnis, sagte Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB). «Das Land hat gelitten.» Nun sehe man Resultate, sagte Draghi. Die Hilfsmilliarden waren wegen schleppender Reformanstrengungen seitens der Athener Regierung blockiert gewesen. Die internationale Geldgeber-Troika, bestehend aus EU-Kommission, EZB und IWF, hatten deshalb ihre Prüfmission unterbrochen. Diese konnte nun aber beendet werden.

Zukunft noch ungewiss

Indem das griechische Parlament am vergangenen Sonntag nach zähem Ringen einem umfassenden Reformpaket zugestimmt hatte, machte es auch den Weg frei für die Hilfszahlungen der internationalen Geldgeber. Ob Griechenland nach dem Abschluss des laufenden Hilfsprogramms Ende Jahr weiter finanziell unterstützt werden muss, ist laut Dijsselbloem noch ungewiss: «Das müssen wir dann sehen, wenn es so weit ist», sagte der Eurogruppenchef. (sda)

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