Greenpeace stellt gefährliche Chemikalien in Kleidern fest

MÜNCHEN/BERN. In Kleidern und Schuhen sowie Rucksäcken und Schlafsäcken von Outdoorkleiderläden stecken nach Angaben von Greenpeace oft umwelt- oder gesundheitsschädliche Chemikalien. Unter Beschuss ist deswegen auch der Schweizer Konzern Mammut. Dieser rechtfertigt sich.

Drucken
Teilen

MÜNCHEN/BERN. In Kleidern und Schuhen sowie Rucksäcken und Schlafsäcken von Outdoorkleiderläden stecken nach Angaben von Greenpeace oft umwelt- oder gesundheitsschädliche Chemikalien. Unter Beschuss ist deswegen auch der Schweizer Konzern Mammut. Dieser rechtfertigt sich.

Die Kritik der Umweltorganisation Greenpeace ist nicht neu, aber heftig: Die Outdoorbranche setze weiterhin Schadstoffe ein, von denen sich einige in der Natur anreicherten oder sogar krebserregend wirken könnten, hiess es gestern in einer Mitteilung.

Nur in vier von vierzig untersuchten Artikeln seien keine polyfluorierten Chemikalien (PFC) gefunden worden. Die Ergebnisse des dritten Outdoorbekleidungstests von Greenpeace seien enttäuschend für die Liebhaber von Outdoorkleidern, «die sich ihre Ausrüstung sauber und umweltfreundlich wünschen», erklärte Greenpeace-Chemieexperte Manfred Santen. Perfluorierte und polyfluorierte Chemikalien (PFC) werden von der Outdoorindustrie bei der Herstellung wasserdichter Membrane sowie wasser- und schmutzabweisender Beschichtungen verwendet. Elf der vierzig Produktproben enthielten laut Greenpeace die gesundheitsschädliche, krebserregende Perfluoroctansäure (PFOA).

In der Kritik steht neben anderen Marken auch der Schweizer Konzern Mammut. «Unsere Produkte testen wir regelmässig auf ihren PFC-Anteil», sagte Mammut-Sprecherin Fabienne Tanoa. Die Tests, die Ende 2015 durch ein unabhängiges Labor durchgeführt worden seien, hätten gezeigt, dass alle Produkte innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte liegen. (sda)

Aktuelle Nachrichten