Überschrittene Schwefel-Grenzwerte: Glencore schliesst umstrittene Kupferschmelze

Nach dem Besuch von Bundesrat Ignazio Cassis geriet der Kupferabbau von Glencore in Sambia in die Kritik. Nun stellt der Baarer Rohstoffkonzern die Förderung ein.

Maurizio Minetti
Drucken
Teilen
Arbeiter machen Kupferbleche aus den Mopani-Minen für den Abtransport bereit. (Bild: Per-Anders Pettersson/Getty Images)

Arbeiter machen Kupferbleche aus den Mopani-Minen für den Abtransport bereit. (Bild: Per-Anders Pettersson/Getty Images)

Der Baarer Bergbaukonzern Glencore schliesst seine Mopani-Kupfermine in Sambia vorübergehend, um sie zu sanieren. Der zu Glencore gehörende Minenbetreiber kündigte an, die Kupferschmelze voraussichtlich bis Ende Jahr zu schliessen. In den letzten Monaten hatte es immer wieder Betriebsausfälle gegeben.

Die Mine steht im Zentrum einer Kontroverse, seit Bundesrat Ignazio Cassis im Januar deren Ausbildungszentrum besucht hatte. Daraufhin äusserte er sich positiv, was wiederum Nichtregierungsorganisationen auf den Plan rief. Diese warfen Cassis vor, sich von Glencore instrumentalisieren zu lassen. Die Mine steht wegen hoher Schwefeldioxid-Emissionen in der Kritik. Glencore räumt ein, dass der Richtwert zwar punktuell überschritten worden sei. Im Schnitt lägen die Emissionen aber unter dem von sambischen Behörden vorgegebenen Wert.

Glencore fördert mehr Kohle

Glencore hat im laufenden Jahr gleich viel Rohstoffe gefördert wie im Vorjahr. Nur bei Kupfer und Nickel sank die Produktion.