Gewinneinbruch trotz mehr Kunden

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Geschäftsjahr Die Migros-Gruppe hat 2016 den Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr um 1,2% gesteigert (siehe Zahlenkasten). Den Marktanteil in der Schweiz konnte die Gruppe um 0,7 Prozentpunkte auf 21,9% erhöhen, wie es an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich hiess. Der Reingewinn fiel hingegen um 16,2%. Das ist der tiefste Gewinn seit 2011. Als Grund nannte Migros-Chef Herbert Bolliger Wertberichtigungen von 133 Mio. Fr. auf den zum Konzern gehörenden Fachgeschäften Interio, Globus, Office World, Cash+Carry Angehrn, Melectronics sowie Ex-Libris. «Die Fachgeschäfte stehen wegen des Onlinehandels und des starken Frankens besonders unter Druck», sagte er.

Bolliger (63) übergibt im Dezember nach 13 Jahren an der Spitze das Zepter an Nachfolger Fabrice Zumbrunnen (47) und geht in Pension. «Nach dem turbulenten Jahr 2015 mit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses war das Geschäftsjahr 2016 nicht weniger herausfordernd», bilanzierte Bolliger. Die Konsumenten hätten ein weiteres Mal von tieferen Preisen profitiert. Er rechnet 2017 mit anhaltendem Preisdruck und will das Ladennetz der Fachmärkte weiter überprüfen. Im Fall von Ex-Libris geht er von zusätzlichen Filialschliessungen aus. Neue Standorte sind hingegen in der Gesundheitssparte geplant. (eme)