Gewerkschaft in Bangladesh warnt

DHAKA. Ein Jahr nach dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesh mit über tausend Toten warnen Gewerkschafter vor der Wiederholung.

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DHAKA. Ein Jahr nach dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesh mit über tausend Toten warnen Gewerkschafter vor der Wiederholung. «Rana Plaza war nicht die erste Katastrophe, und es wird nicht die letzte sein», sagte Kalpona Akter, Chefin der Gewerkschaft Bangladesh Center for Worker Solidarity, dem deutschen «Tagesspiegel am Sonntag». Die Lage der Näherinnen habe sich nicht wirklich verbessert. Noch immer würden die Frauen «mies bezahlt, ausgebeutet und sexuell belästigt», sagte Akter. Ein Boykott der Billigfabriken sei aber «keine Lösung; die Jobs werden gebraucht».

Der Chef der Bekleidungs-kette H&M, Karl-Johan Persson, sagte, sein Unternehmen werde weiter in Bangladesh fertigen lassen und die Preise auch bei steigenden Löhnen stabil halten. Kleinere Margen nehme H&M «im Sinne der Nachhaltigkeit in Kauf». (dpa)

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