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GESCHÄFTSERGEBNIS: Nummer eins sein und bleiben

Der Technologiekonzern Bühler hat letztes Jahr den Reingewinn um 22 Prozent gesteigert. Für 2018 sind die Aussichten gut. Aufträge mit einem Volumen über 1,7 Milliarden Franken liegen schon vor.
Stefan Borkert
In der neuen, hochmodernen Mühle mit Bühler-Anlagen in Bangladesh werden Reis, Weizen und rote Linsen verarbeitet. (Bild: PD)

In der neuen, hochmodernen Mühle mit Bühler-Anlagen in Bangladesh werden Reis, Weizen und rote Linsen verarbeitet. (Bild: PD)

Stefan Borkert

Die Bühler Group hat ehrgeizige Ziele. Der Energieverbrauch und die Reduktion von Abfall sollen über die ganze Wertschöpfungskette hinweg um 30 Prozent reduziert werden – weltweit. Bühler-Chef Stefan Scheiber ist überzeugt, damit einen wesentlichen Beitrag zur globalen Nachhaltigkeit leisten zu können. Immerhin verzehren täglich 2 Milliarden Menschen Nahrungsmittel, die mit Bühler-Maschinen verarbeitet wurden. Und eine weitere Milliarde Menschen kommt bei der Mobilität mit Bühler-Technologie in Berührung. «Wenn Nachhaltigkeit wirksam umgesetzt werden soll, dann muss sie auch ökonomisch sinnvoll sein», sagt Scheiber. Und genau da setzt die Nachhaltigkeitsstrategie von Bühler an. Man wolle nicht nur irgendwie an einem Schräubchen drehen, sondern wirklich Nägel mit Köpfen machen. Deshalb habe man die Ziele auch so hoch angesetzt. Er sei überzeugt, dass die Reduktion von einem Drittel des Energieverbrauchs und des Abfallaufkommens funktionieren wird, weil sie eben auch wirtschaftlich Sinn mache.

120 Millionen für Ausbau und Weiterentwicklung

Bislang gibt der Geschäftsverlauf Scheiber recht. Bühler setzt auf Innovation und damit auf Forschung und Entwicklung. In den eigenen Technologiebereichen will man stets die Nummer eins sein und bleiben. Dafür und für den Ausbau des globalen Produktionsnetzwerkes ist letztes Jahr mehr Geld ausgegeben worden. So hob Bühler die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um 10 Prozent auf 119 Millionen Franken an. Weitere 100 Millionen Franken wurden für das globale Produktionsnetzwerk aus­gegeben. Gut investiertes Geld, denn die Innovationsoffen­sive zeitig Erfolg.

Bühler mit Sitz in Uzwil hat den Auftragseingang organisch, also unter Ausklammerung von Zukäufen, um 10 Prozent auf 2,8 Milliarden Franken gesteigert. Der Umsatz nahm um 9 Prozent auf 2,7 Milliarden zu und der Betriebsgewinn um 18 Prozent auf 205 Millionen. Das ergibt eine Marge von 7,7 Prozent des Umsatzes. Der Reingewinn konnte gar um 22 Prozent auf 174 Millionen Franken gesteigert werden. Zudem ist Bühler ins neue Jahr mit gut gefüllten Auftragsbüchern ­gestartet. Das Volumen betrug hier Ende 2017 bereits mehr als 1,7 Milliarden Franken.

Bühler-Chef Scheiber führt das Volumenwachstum und die Steigerung der Rentabilität auf die Innovationskraft des Konzerns zurück, der Anlagen zur Verarbeitung von Getreide, zur Herstellung von Nahrungsmitteln und für technische Anwendungen wie Beschichtungen, Druckguss oder auch Batteriepaste entwickelt und herstellt. Ständig ausgebaut wird zudem das globale Servicegeschäft, das höhere Margen generiert als die reine Fabrikation. Die Konzentration gilt der Entwicklung von Lösungen zur Herstellung gesunder Nahrungsmittel und für die Mobilität. Diese Geschäftsfelder wachsen. Man habe über 50 innovative Technologien und Produkte lanciert, sagt Scheiber, wobei die Digitalisierung eine immer wichtigere Rolle spielt.

Innovationscampus und Akquisition

In Uzwil hat Bühler im September den Spatenstich gesetzt zum Bau eines Innovationscampus samt modernisierter Technologielabors. Ebenfalls im September hat Bühler in China ein neues Werk in Betrieb genommen. Dieses dient als globales Zentrum für die Forschung und Entwicklung sowie die Fertigung von Futtermaschinen.

Zusätzliche Dynamik verspricht sich das Unternehmen von der kürzlich erworbenen österreichischen Haas-Gruppe, der Weltmarktführerin bei Anlagen für die Waffel-, Keks- und Biskuitfertigung. Scheiber erklärt, Haas ergänze Bühler optimal. Das Unternehmen sei gut aufgestellt und finanziell gesund.

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