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GENERATIONENWECHSEL: Die fünfte Generation übernimmt bei der Herisauer Firma Huber Fenster

Bei Huber Fenster in Herisau übernimmt die fünfte Generation den Familienbetrieb. Die junge Garde will mit Spezialanfertigungen punkten.
Patrik Kobler
Erfolgreiche Unternehmerfamilie: Jacqueline, Pascal, Matthias und Martin Huber. (Bild: PD)

Erfolgreiche Unternehmerfamilie: Jacqueline, Pascal, Matthias und Martin Huber. (Bild: PD)

Patrik Kobler

1981 hat Martin Huber von seinem Vater die Leitung der Emil Huber AG, Glaserei, übernommen und das Unternehmen zu einem Vorzeigebetrieb in Herisau mit über 70 Mitarbeitenden entwickelt. Jetzt übergibt der 62-Jährige die Geschäftsleitung an seine Söhne Pascal und Matthias. Damit übernimmt die fünfte Generation den Familienbetrieb, der 1883 von Gottlieb Huber gegründet worden war.

Die Ablösung ist in den vergangenen Jahren mit Sorgfalt und Weitsicht und unter Einbezug der Universität St.Gallen bewerkstelligt worden. «Als ich vor zwei Jahren längere Zeit ausgefallen bin, haben sich die beiden bereits bewährt», sagt Martin Huber. Er habe deshalb keine Bedenken, seinen Söhnen das Geschäft zu überlassen. Auch sei das Unternehmen für die Zukunft glänzend aufgestellt. Man hat am Standort Herisau in neue Maschinen und einen Neubau investiert. Zudem setzen die Appenzeller erfolgreich auf Spezialanfertigungen statt auf den Massenmarkt. Sie fertigen die Fenster nach den Wünschen und Vorstellungen der Architekten und Bauherren. Laut Martin Huber sind die Auftragsbücher auch für 2018 gut gefüllt.

Sackmesser unter den Fenstern

Pascal und Matthias Huber wollen den eingeschlagenen Weg denn auch fortsetzen und ihre Produkte als «Sackmesser unter den Fenstern» etablieren. Das heisst, die Spezialanfertigungen sollen im Markt für Schweizer Qualität stehen. «Wir produzieren weiterhin in Herisau, liefern saubere Arbeit ab und halten Termine ein», sagt Pascal Huber. Der 32-Jährige ist gelernter Möbelschreiner, hat eine Fachhochschule und an der Uni St.Gallen das Intensivstudium KMU absolviert. Neu ist er CEO des Unternehmens und für die Kalkulation verantwortlich. Sein 31-jähriger Bruder Matthias ist gelernter Hochbauzeichner. Er deckt Projektleitung, Forschung und Entwicklung ab. Auch er hat ein KMU-Studium an der Uni St.Gallen absolviert. Die Gebrüder planen, weiterhin neue Produkte zu lancieren. Eine erfolgreiche Innovation der Huber Fenster AG war jüngst beispielsweise eine Hebeschiebetüre mit schlanken Profilen. Auf Initiative von Pascal und Matthias Huber nahm das Unternehmen vergangenes Jahr am Red-dot-Design-Award in Deutschland teil und wurde prompt mit dem höchsten Preis ausgezeichnet. Seither gebe es vermehrt auch Anfragen aus dem Ausland. Die beiden können sich vorstellen, das Marktgebiet zu erweitern. Zumal das Familienunternehmen schon einmal erfolgreich im Ausland tätig war: von 1992 bis 2003 in Russland. Weil das Engagement und die Intensität mit mehreren Betrieben sehr gross wurden, zog man sich zurück und verkaufte die russische Firma. Heute spricht Martin Huber von der «besten und wertvollsten Horizonterweiterung». Inzwischen ist das Unternehmen wieder hauptsächlich in der Schweiz tätig; ein Schwerpunkt bildet der Raum Zürich.

Für die Finanzen bleibt vorderhand Mutter Jacqueline verantwortlich. Und auch Martin Huber wird sich nicht aufs Altenteil zurückziehen, sondern weiterhin in der Firma arbeiten. Er folgt damit dem Beispiel seines Vaters, der bis ins hohe Alter für das Unternehmen tätig war.

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