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General Electric wird Milliardenbetrug vorgeworfen – der Konzern wehrt sich

Harry Markopolos warnte vor dem Betrüger Bernard Madoff, und wurde nicht gehört. Dieses Mal ist das anders. Seine Behauptung, General Electric (GE) habe "einen grösseren Betrug begangen als damals Enron", liess GE an der Börse einbrechen.
Niklaus Vontobel
Der US-Konzern muss sich gegen Vorwürfe wehren

Der US-Konzern muss sich gegen Vorwürfe wehren

General Electric wehrt sich gegen die Vorwürfe. Heute liess der amerikanische Konzern eine Statement seines Chefs verschicken. Larry Culp kontert darin, er werde Vorwürfe über Finanzmanipulation immer sehr ernst nehmen.

Aber die Vorwürfe von Markopolos seien blosse Marktmanipulation - "und nichts anderes". Der Bericht, in dem Markopolos seine Vorwürfte detailliert begründet, enthalte falsche Fakten.

Diese hätte Markopolos korrigieren können, wenn er seine Fakten vor Veröffentlichung des Berichts bei GE hätte prüfen lassen. Die Tatsache, dass er einen 170-Seiten-Bericht geschrieben habe, aber dabei nie mit GE-Vertretern gesprochen habe.

Das alles zeige: „Das er kein Interesse an seriöser Finanzanalyse hat. Es geht ihm ausschliesslich darum, den Kurs der GE-Aktie nach unten zu treiben. Damit er und sein Hedgefonds-Partner persönlich profitieren können.“

Markopolos hatte seine Vorgehensweise zuvor bereits öffentlich gemacht. Er habe seinen Bericht vor Veröffentlichung einem Hedgefonds zur Verfügung gestellt. Die allfälligen Gewinne würde Markopolos und der Hedgefunds teilen, wenn der Bericht zu Veränderungen im Aktienkurs führen sollte.

Konzern-Chef Larry Culp kauft zusätzliche Aktien des Konzerns - will Vertrauen unter Beweis stellen

Neben Culp gab ein GE-Verwaltungsrat ebenfalls eine Statement ab. Leslie Seidman ist unabhängiger Verwaltungsrat bei GE und zugleich Vorsitzender des „Audit Committee“, das unter anderem für die korrekte Finanzbuchhaltung zuständig ist. Seidman war zuvor Vorsitzender des „Financial Accounting Standards Board“, das in den USA die Buchhaltungsstandards festlegt.

Seidman: „Die Behauptungen von Markopolos sind schlicht nicht korrekt.“ Der Bericht enthalte verschiedene neuartige Interpretationen und schlichte Fehler über die tatsächlichen buchhalterischen Anforderungen. „Diese lässt seine Schlussfolgerungen im höchsten Masse als fragwürdig erscheinen.“

GE schob zudem nach. CEO Larry Culp und weitere Topmanager im Konzern hätten zusätzliche Aktien von GE gekauft. Damit wollen sie ihr Vertrauen in den Konzern unter Beweis stellen.

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