Umfrage
Geld macht doch glücklicher - jedenfalls ein bisschen

Die Familie ist top, die Politik floppt. Das zeigt eine Umfrage vom Onlinevergleichsdienst Moneyland.

Florence Vuichard
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Geld und Familie machen glücklich.

Geld und Familie machen glücklich.

Vielleicht macht Geld eben doch glücklich, jedenfalls bis zu einem gewissen Grad. Das zeigt eine repräsentative Umfrage mit 1500 Teilnehmenden, die der Onlinevergleichsdienst Moneyland.ch erstellt und gestern publiziert hat. Demnach nimmt hierzulande mit steigendem Vermögen etwa auch die Jobzufriedenheit zu. Bei Personen mit einem Vermögen von weniger als 20'000 Franken liegt der mittlere Zufriedenheitswert auf der Zehnerskala bei 6,3 Punkten, bei Personen mit einem Vermögen ab 100'000 Franken sind es 7,4 Punkte.

Danach hingegen steigt der Wert kaum mehr an, wie es bei Moneyland.ch heisst: Millionäre und Millionärinnen bewerten gemäss der Umfrage ihre Jobzufriedenheit ebenfalls mit 7,4 Punkten.

Reiche sind zufriedener mit sich selbst, weniger mit anderen

Grundsätzlich seien vermögende Menschen zufriedener, hält der Onlinevergleichsdienst fest – auch mit ihrem «Arbeitgeber» sowie mit ihrem «Leben allgemein», ihrem «Aussehen», ihrer «Gesundheit», ihrer «Wohnsituation» und vor allem auch mit ihrer «finanziellen Lage». Der Zufriedenheitswert zur finanziellen Situation liegt bei den Millionären und Millionärinnen immerhin bei 7,6 Punkten, im Schweizer Durchschnitt sind es nur 6 Punkte und bei jenen mit weniger als 20'000 Franken auf dem Konto bei tiefen 4,8 Punkten.

Gerade umgekehrt verhält es sich bei der Beurteilung von Dienstleistungen, die von Dritten erbracht werden. Vermögende mit über einer Million Franken sind deutlich unzufriedener mit ihrer «Bank», mit «Schweizer Restaurants», mit «Schweizer Hotels», mit ihrem «Telekom-Anbieter» und mit dem «Postauto» als der Schweizer Durchschnitt. Und auch als jene Menschen, die weniger als 20000 Franken besitzen.

Die Zufriedenheit mit Job, Arbeitgeber, Lohn und finanzieller Situation steigt mit dem Alter. So wie auch Männer mit diesen Punkten deutlich zufriedener sind als Frauen.

Selbstzufriedenheit versus Unzufriedenheit mit der Politik

Die besten Zufriedenheitswerte verteilen die befragten Menschen ihrem privaten Umfeld respektive der eigenen Familie. Die höchsten Bewertungen mit durchschnittlich 8,4 Punkten geben sie ihren Kindern und – mit einem leichtem Abschlag – ihren Eltern (8 Punkten).

Gar nicht zufrieden sind sie mit den Politikern und Politikerinnen: Der mittlere Wert liegt bei 5,4 Prozent. Der Bundesrat sowie die separat abgefragte «Politik während der Corona-Krise» schneiden mit durchschnittlich nur 5,9 Prozent ebenfalls recht schlecht ab. Diese Ergebnisse würden das Pandemiejahr widerspiegeln, hält Moneyland.ch-Analyst Raphael Knecht fest. «Die Politik verhängte unliebsame Veränderungen, die Familie ist der Rückhalt, auf den sich viele verlassen konnten.»

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