INDUSTRIE
Geberit startet stark ins neue Jahr

Der Joner Sanitärproduktekonzern Geberit hat seinen Umsatz im ersten Quartal um 14 Prozent gesteigert. Der Wert ist auch einem gewissen Nachholeffekt geschuldet.

Kaspar Enz
Merken
Drucken
Teilen
Der Geberit-Hauptsitz in Jona.

Der Geberit-Hauptsitz in Jona.

Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone

Der Nettoumsatz der Geberit-Gruppe stieg im ersten Quartal um 14 Prozent auf 910 Millionen Franken an. Das ausserordentlich hohe Wachstum habe drei Gründe, heisst es in einer Mitteilung. Einerseits führte die Coronapandemie in der Vorjahresperiode erst in China, dann in Europa zu tieferen Umsätzen. Andererseits löste die Pandemie auch einen Trend zum Heimwerken und Renovieren aus, was Geberit zugutekam. Gleichzeitig bauen viele Kunden ihr Lager auf.

Zugelegt haben vor allem Badezimmersysteme (+16,9 Prozent) und Spühlsysteme (+13,1 Prozent). Mit einem Plus von 8,8 Prozent stiegen die Rohrleitungssysteme weniger stark.

Kosten sparen dank Corona

Noch stärker als der Umsatz stieg der Betriebsgewinn. Der operative Cashflow (Ebitda) stieg um 21,1 Prozent auf 315 Millionen, das Nettoergebnis lag mit 233 Millionen um über 25 Prozent. Zum guten Ergebnis führten neben dem Volumenwachstum auch die wegen Corona tieferen Reisekosten und höhere Preise, heisst es in der Mitteilung weiter.

Noch wenig ausgewirkt haben sich bis jetzt die steigenden Rohstoffpreise. Diese würden sich im weiteren Verlauf des Jahres aber negativ auf die Gewinne auswirken. Eine Prognose sei wegen der Pandemie schwierig. Das Management sei aber überzeugt, dass Geberit gestärkt aus der Krise hervorgehe.