GastWirtschaft

Die Schweiz ist Weltmeisterin! Keine Angst, ich lasse die Olympischen Spiele bzw. die Paralympics nicht noch einmal aufleben und erspare Ihnen auch einen Kommentar über den mehr oder weniger erfolgreichen Medaillenspiegel der Schweiz.

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Karin Jung ist Leiterin des Amtes für Wirtschaft des Kantons Appenzell Ausserrhoden

Karin Jung ist Leiterin des Amtes für Wirtschaft des Kantons Appenzell Ausserrhoden

Die Schweiz ist Weltmeisterin!

Keine Angst, ich lasse die Olympischen Spiele bzw. die Paralympics nicht noch einmal aufleben und erspare Ihnen auch einen Kommentar über den mehr oder weniger erfolgreichen Medaillenspiegel der Schweiz.

Aber dennoch: Die Schweiz ist Weltmeisterin, denn sie belegt im Global Competitiveness Report des World Economic Forum (WEF) auch dieses Jahr wieder den ersten Rang. Der zweite Platz geht an Singapur und der dritte an Finnland. Mit dieser Spitzenplazierung wird uns bescheinigt, dass die Schweiz das konkurrenzfähigste Land ist und dies bereits zum vierten Mal in Folge. Von einer solchen Bilanz träumt manch ein Sportler.

Die gute Plazierung verdanken wir gemäss den Autoren der Studie einem anhaltend hohen Innovationsniveau, der guten Vernetzung des Forschungsstandortes, einem äusserst effizienten Arbeitsmarkt und der hochstehenden Qualität des Wirtschaftssektors im Allgemeinen.

Einen Blick auf die weiteren Plätze zeigt zudem, dass die Wettbewerbsfähigkeit zwischen den nordeuropäischen und den südeuropäischen Ländern weiter auseinander driftet. So liegt Italien (42) mittlerweile hinter Panama (40) und Griechenland liegt abgeschlagen auf Platz 96. Auch die USA sind zurückgefallen und liegen nun hinter Deutschland auf Platz 7, obwohl die USA weiterhin der Motor für weltweite Innovationen bleiben dürfte.

Die Schweiz hat zudem nicht nur in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit die Nase vorn, auch in Bereichen wie Produktivität, Arbeitslosenrate, Bestechung und Korruption, Gesundheitsversorgung, etc. belegt unser Land Spitzenränge. Aber der Vergleich zum Sport drängt sich auf: Ohne intensives Training, ständiges Dranbleiben sowie ab und zu einen Blick auf die Mitkonkurrenten lassen sich diese Spitzenplätze wohl kaum verteidigen. Wir haben es in London gesehen, trotz Favoritenrolle ist der erste Rang niemals auf sicher!