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Von wegen altes Eisen Die älteren Arbeitnehmenden erfreuen sich seit einiger Zeit einer verstärkten öffentlichen Aufmerksamkeit. Dies hängt mit dem demographischen Wandel zusammen.

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Peter Maag ist Direktor der Industrie- und Handelskammer Thurgau. (Bild: © Susann Basler (© Susann Basler))

Peter Maag ist Direktor der Industrie- und Handelskammer Thurgau. (Bild: © Susann Basler (© Susann Basler))

Von wegen altes Eisen

Die älteren Arbeitnehmenden erfreuen sich seit einiger Zeit einer verstärkten öffentlichen Aufmerksamkeit. Dies hängt mit dem demographischen Wandel zusammen. Er bringt es mit sich, dass die Zahl der jüngeren Arbeitnehmenden während einer langen Periode ständig abnehmen wird. Es wird deshalb unisono betont, dass der Gruppe der älteren Beschäftigten in Zukunft ein höherer Stellenwert zukommt. Dank besserer Gesundheit dürfte man heute zudem später zum «alten Eisen» gehören als früher.

Das Bundesamt für Sozialversicherungen hat im vergangenen Herbst einen Bericht über die Arbeitsmarktbeteiligung von Personen ab 58 Jahren publiziert. Er zeigt auf, dass die Erwerbsbeteiligung der älteren Männer bis 2006 abgenommen hat und seither wieder ansteigt. Die Erwerbsbeteiligung der älteren Frauen hat stets zugenommen. Beide Werte bewegen sich somit in die richtige Richtung. Im internationalen Vergleich weist die Schweiz eine sehr hohe Erwerbsbeteiligung von älteren Personen auf.

Die älteren Arbeitnehmenden bildeten kürzlich ein Thema an einem Kaminfeuergespräch mit Vertretungen von Mitgliedfirmen der IHK Thurgau in Weinfelden. Dabei zeigte es sich, dass ihre Erfahrung und Sozialkompetenz betriebsintern positiv wahrgenommen wird. Es wird in den Firmen vermehrt über flexible Lösungen nachgedacht, die sowohl im Interesse der Arbeitnehmenden als auch der Arbeitgebenden liegen. So kann es im Einzelfall durchaus Sinn machen, den Beschäftigungsgrad bereits vor dem Erreichen des Rentenalters zu reduzieren und dafür mit Teilzeitpensen über das Rentenalter hinaus erwerbstätig zu bleiben.

Hohe Lohnnebenkosten verteuern die Beschäftigung älterer Personen. Dies trägt auch dazu bei, dass ältere Arbeitskräfte nur selten neu rekrutiert werden. Man müsste sich deshalb wohl auch Gedanken über eine Lohnkurve machen, die beispielsweise mit 55 Jahren das Maximum erreicht und später wieder etwas absinkt.

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