Fusion zur neuen Helvetia führt zu 70 Kündigungen

ST. GALLEN. Nach der Übernahme von Nationale Suisse kommt es beim Versicherer Helvetia wegen Doppelspurigkeiten zu 70 Kündigungen. Zudem ist mit 30 Frühpensionierungen zu rechnen, wie es in einer Mitteilung heisst.

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ST. GALLEN. Nach der Übernahme von Nationale Suisse kommt es beim Versicherer Helvetia wegen Doppelspurigkeiten zu 70 Kündigungen. Zudem ist mit 30 Frühpensionierungen zu rechnen, wie es in einer Mitteilung heisst. «Ein massvoller Stellenabbau» sei unvermeidlich gewesen, dies bei einem aktuellen Personalbestand in der Schweiz von 3850 Mitarbeitenden. Für die Betroffenen bestehe ein Sozialplan. Sie würden bei der Stellensuche aktiv unterstützt. Zudem bestehe eine Lohngarantie bis Ende 2015. Ferner suchen «die Schweizer Versicherer laufend qualifizierte Arbeitskräfte», wie aus einer Mitteilung des Schweizerischen Versicherungsverbandes (SVV) vor gut drei Wochen hervorgeht. Demnach waren mit Stichtag 13. April bei Versicherern 1126 Stellen offen. Der SVV stützt sich dabei auf Angaben des Stelleninformationsportals Job Directory.

Ein Grossteil der Doppelspurigkeiten könne über natürliche Fluktuation abgebaut werden, schreibt die Helvetia weiter. Seit Oktober 2014 seien bereits 200 Mitarbeitende ausgetreten. Parallel zum Stellenabbau hat die Helvetia auch 40 der insgesamt 120 Geschäftsstellen der beiden Versicherer geschlossen. Die neue Helvetia führt noch 81 General- und Hauptagenturen. Für die Versicherten ändert nichts; die Versicherungsverträge der Nationale würden vollumfänglich von Helvetia übernommen und unverändert weitergeführt.

Insgesamt erhofft sich Helvetia durch die Übernahme Synergien von 100 Mio. bis 120 Mio. Franken. Ein weiterer Stellenabbau sei nicht geplant, sagte Helvetia-Sprecher Martin Nellen. Helvetia setzt mit der 1,4 Mrd. Franken teuren Übernahme der Nationale zu einem Wachstumssprung an. Das zusammengeführte Unternehmen ist Nummer drei im Schweizer Versicherungsmarkt hinter Axa Winterthur und Swiss Life. (sda/T. G.)

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