Huber+Suhner hält sich für den Aufschwung bereit

Trotz Lockdowns konnte die Herisauer Huber + Suhner die Lieferketten am Leben halten. Der Umsatz sank aber um 16 Prozent. Doch dank Zukunftsgerichteter Technologien ist der Herisauer Konzern gut aufgestellt.

Kaspar Enz
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Im Geschäft mit Glasfasern hat Huber+Suhner trotz Corona noch leicht steigende Bestelleingänge.

Im Geschäft mit Glasfasern hat Huber+Suhner trotz Corona noch leicht steigende Bestelleingänge.

Bild: key/Gaetan Bally

Verbindungstechnik Die Coronapandemie beschäftigte Huber+Suhner schon das ganze erste Halbjahr. «Als China in den Lockdown ging, arbeiteten wir im Rest der Welt noch mit Volldampf», sagte CEO Urs Ryffel gestern an der Präsentation des Halbjahresergebnisses per Videoübertragung. Und als die Restriktionen in China langsam gelockert wurden, traf die Pandemie den Rest der Welt – und so auch die Lockdowns.

So waren die meisten Produktionsstandorte von Huber+Suhner sowie vielen Zulieferern und Kunden vorübergehend geschlossen. «Eine der wichtigsten Herausforderungen war es, die Lieferketten am Leben zu erhalten und unsere Produkte für unsere Kunden jederzeit verfügbar zu halten», so Ryffel weiter. Das sei auch deshalb gelungen, weil man zum Teil einzelne Produktlinien zwischen verschiedenen Werken weltweit verlagert habe.

Trotzdem hat die Pandemie in den Semesterzahlen von Huber + Suhner deutliche Spuren hinterlassen. Der Semesterumsatz von 377 Millionen Franken lag rund 70 Millionen unter dem Ergebnis des ersten Halbjahres 2019. Der Rückgang betraf alle Technologiesegmente in ähnlichem Ausmass. In den Segmenten Hoch- und Niederfrequenz sank der Umsatz jeweils um knapp 18 Prozent. Mit 21,3 Prozent traf es aber den Auftragseingang in der Niederfrequenz etwas stärker.

Für die Zeit nach Corona gerüstet

Mit einem Rückgang von 11,9Prozent und einem leichten Auftragsplus kam das Segment Fiberoptik vergleichsweise gut weg. Allerdings sank das Betriebsergebnis dieses Segments am deutlichsten.

Während die Nachfrage aus Europa und dem Nahen Osten nur um 4,4 Prozent sank, brach die Nachfrage in Asien und Übersee um jeweils über einen Viertel ein.

Trotz der Auswirkungen der Pandemie bleibt man in Herisau zuversichtlich. Corona drosselte vielerorts den Ausbau von 5G-Netzwerken oder Investitionen bei Eisenbahnen. Wenn Segmente wie diese wieder Fahrt aufnehmen, sei Huber+Suhner gut positioniert, sagte Ryffel. (ken)

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