«Für viele Leute noch erschwinglich»

In den letzten Monaten sind die Preise für Einfamilienhäuser in der Ostschweiz deutlich gestiegen. Weshalb?

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Robert Weinert Ökonom bei der Beratungsfirma Wüest & Partner

Robert Weinert Ökonom bei der Beratungsfirma Wüest & Partner

In den letzten Monaten sind die Preise für Einfamilienhäuser in der Ostschweiz deutlich gestiegen. Weshalb?

Zum einen bewegen sich die Kaufpreise in der Ostschweiz auf einem vergleichsweise attraktiven Niveau, das für viele Leute noch erschwinglich ist. Zum anderen stützen die unverändert sehr tiefen Hypothekarzinsen die Nachfrage nach Eigenheimen.

Gehen Sie in Ihren Prognosen von weiterhin tiefen Hypothekarzinsen aus?

Zinsprognosen sind extrem schwierig. Wir gehen aber davon aus, dass die Zinsen dieses und nächstes Jahr tief bleiben.

In manchen Agglomerationen und ländlichen Regionen sind letztes Jahr sehr viele Neubauten realisiert worden. Führt dies nicht zu einem Überangebot?

Vor allem an ländlichen Standorten in den Regionen Zürich, Bern und Nordwestschweiz stellen wir tatsächlich ein deutlich steigendes Angebot fest. Dies gilt vor allem für das Segment Mietwohnungen. Es wäre aber zu früh, jetzt bereits von einem Überangebot oder von zu hohen Leerständen zu sprechen. Die Nachfrage nach Wohnflächen bleibt aufgrund der Zuwanderung und des verhältnismässig stabilen Umfelds weiterhin stark. (J.Z.)