Frontify will mit neuem Geld die USA erobern

Das St.Galler IT-Unternehmen hat in einer Finanzierungsrunde 22,3 Millionen Dollar von Investoren bekommen. Damit will es auch ausserhalb Europas wachsen.

Kaspar Enz
Hören
Drucken
Teilen
Am Hauptsitz des St.Galler Start-Ups Frontify. (Bild: Urs Bucher, März 2018)

Am Hauptsitz des St.Galler Start-Ups Frontify. (Bild: Urs Bucher, März 2018) 

Das IT-­Unternehmen Frontify wächst weiter. In einer Finanzierungsrunde hat die St. Galler Firma von Investoren 22,3 Millionen Dollar erhalten. Zu den Geldgebern gehören internationale und schweizerische Risiko-Investorengruppen wie EQT Ventures, Blossom Capital oder Tender­loin Ventures. Aber auch Doodle-Mitgründer Myke Näf investiert weiter, der schon zu den frühesten Investoren des 2013 gegründeten Start-ups gehört.

Expansion in Europa und den USA geplant

Mit der Erfahrung der neuen Investoren im Rücken sei man sicher, Frontify auf die nächste Ebene zu bringen, sagt CEO Roger Dudler. Geplant sei eine weitere Expansion in Europa, vor allem aber wolle man den «Code zum US-Markt knacken».

Seit Mitte 2019 hat Frontify ein Büro in New York. Dort arbeiten rund 15 Leute. Diesen Standort wolle man ausbauen, sagt er. Es gelte, das enorme Potenzial des amerikanischen Marktes zu ­erschliessen. Zwar sei man in einer digital vernetzten Branche tätig. Wegen der Distanz und der kulturellen Unterschiede sei eine starke Präsenz aber immer noch essenziell, sagt Mitgründer Dudler.

Ausserhalb des deutschsprachigen Raumes wachsen

In Europa sei das Unternehmen bis anhin vor allem im deutschsprachigen Raum sehr stark, sagt Roger Dudler. Nun nehme Frontify auch andere Länder vermehrt in den Fokus. Ob dazu weitere Standorte eröffnet würden, müsse sich aber noch weisen.

Frontify bietet Firmen eine Plattform, über die sie die Bestandteile ihres Markenauftritts wie Logos, Bilder oder Textelemente besser handhaben können. Was einfach klingt, scheint begehrt: Seit 2013 ist das Unternehmen auf über 120 Mitarbeiter gewachsen. Zu seinen Kunden zählt das St. Galler Unternehmen über 2500 Firmen weltweit, unter ihnen auch Lufthansa, Allianz, Facebook oder die Zurich Versicherungen. (ken)

Mehr zum Thema

FRONTIFY: Spielend an die Weltspitze

Das St. Galler IT-Start-up hat grössere Büros bezogen. Wenn Frontify aber weiter so schnell wächst, könnte es auch hier bald eng werden. Kunden wie die Lufthansa oder Vodafone warten.
Kaspar Enz

Frontify AG erhält Startfeld-Diamant

BUCHS/ST. GALLEN. Zum fünften- mal ist gestern abend der Startfeld-Diamant, ein Preis der St. Galler Kantonalbank (SGKB) für Ostschweizer Jungunternehmen, überreicht worden. Die Siegprämie in Höhe von 30 000 Franken hat die Frontify AG aus St.