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Frisches Geld für «Zur Rose»

Die Corisol Holding AG aus Zug steigt bei der Frauenfelder «Zur-Rose»-Gruppe ein und erwirbt eine Minderheitsbeteiligung. Mit der so erreichten Kapitalerhöhung will «Zur Rose» wachsen.
Stefan Borkert
Kontrolle beim Versand der Medikamente der Apotheke Zur Rose. (Bild: pd)

Kontrolle beim Versand der Medikamente der Apotheke Zur Rose. (Bild: pd)

FRAUENFELD. Schon seit einigen Monaten war die Frauenfelder Versandapotheke Zur Rose auf der Suche nach Investoren. Im Mai 2015 hatte die Generalversammlung einer Kapitalerhöhung von 900 000 Namensaktien mit einem Nennwert von je Fr. 5.75 zugestimmt. «Zur-Rose»-Chef Walter Oberhänsli betont, dass man einen starken Investor bevorzuge. Mit der Zuger Corisol Holding AG der Schweizer Unternehmerfamilie Frey ist dieser nun gefunden worden. Corisol investiert bewusst in kleine und mittlere Unternehmen. Corisol ist im Übrigen auch einer der grössten Waldbesitzer in Neuseeland. Dort besitzt die Investmentfirma 18 000 Hektaren Wald. Corisol-Chefin Vanessa Frey sagt zum «Zur-Rose»-Deal: «Wir freuen uns, mit dem Erwerb des Aktienpakets der «Zur-Rose»-Gruppe unsere Strategie der Beteiligung an zukunftsgerichteten, technologisch führenden Unternehmen nun auch auf den Healthcare-Bereich auszudehnen.»

Erste Tranche mit 20 Millionen

Die Corisol-Holding AG wird mit dem Kauf von 500 000 Namensaktien für insgesamt 20 Mio. Fr. neue Ankeraktionärin der «Zur-Rose»-Gruppe. Sie leistet damit die erste Tranche im Rahmen einer zweistufigen Kapitalerhöhung und wird zunächst 13,3% des Aktienkapitals halten. Nach Erreichung definierter Meilensteine im Kontext der Wachstumsstrategie werde Corisol weitere Mittel in Höhe von 18 bis 24 Mio. Fr. der «Zur-Rose»-Gruppe bereitstellen, sagt Oberhänsli.

Mit ihrem Engagement beabsichtigt Corisol, eine strategische Minderheitsbeteiligung an der «Zur-Rose»-Gruppe zu übernehmen. Nach der erfolgreichen Integration von DocMorris, durch deren Übernahme sich das Geschäftsvolumen der «Zur-Rose»-Gruppe verdoppelte, sei das Unternehmen bereit für die nächsten Expansionsschritte, fährt Oberhänsli fort. Im letzten Jahr seien dafür wichtige Weichen für die Zukunft gestellt worden. Im niederländischen Heerlen habe die Gruppe ein neues, hochmodernes Logistikzentrum in Betrieb genommen und damit neue Kapazitäten auf einer günstigeren Kostenbasis geschaffen.

Markenpräsenz verstärken

«Die beiden Tranchen sind nur eine zeitliche Komponente, werden aber für dieselben Wachstumsinitiativen eingesetzt», sagt Oberhänsli. «Wir verfolgen mit der Kapitalerhöhung drei Wachstumsziele: Erstens möchten wir die Marktführerschaft im Segment der rezeptpflichtigen Arzneimittel in Deutschland weiter ausbauen.» Sollte die deutsche Preisbindung für EU-ausländische Versandapotheken fallen, biete dieses Geschäft zusätzliche Wachstumsperspektiven. Zweitens beabsichtige «Zur Rose», das OTC-Wachstum in Deutschland zu beschleunigen. Damit ist der Handel mit rezeptfreien Medikamenten, der Over-the-Counter-Markt gemeint. In diesem Geschäftsfeld findet eine starke Marktdynamik statt. «Der OTC-Versand von DocMorris ist 2015 um 15 Prozent gewachsen», und Oberhänsli fährt fort: «Drittens steht in der Schweiz die Omnichannel-Strategie durch die Verknüpfung von Versand- und stationärem Geschäft im Fokus der Wachstumspläne. Dazu gehört die für Sommer geplante Eröffnung des ersten Flagshipstores in Bern.

Eine neue Verwaltungsrätin

Vanessa Frey, Geschäftsführerin und Verwaltungsratsmitglied der Corisol Holding AG, soll anlässlich einer ausserordentlichen Generalversammlung am 1. September als neues Mitglied für den Verwaltungsrat der «Zur-Rose»-Gruppe vorgeschlagen werden. Gleichzeitig sollen dann die heute geltende Stimmrechtsbeschränkung von 3% aufgehoben und die Vinkulierungsbestimmungen angepasst werden. Damit würden auch zukünftig Mitbewerber von einer Beteiligung ausgeschlossen, erklärt Oberhänsli. Vinkulierung bedeutet, dass die Gesellschaft die Übertragung von Namensaktien verweigern kann.

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