Friedrichshafen spürt Pleite der Monarch kaum

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Luftfahrt Überraschend hat Anfang der Woche die britische Fluggesellschaft Monarch Insolvenz angemeldet. Laut britischer Luftfahrtbehörde CAA sind davon 440000 Kunden betroffen. Die 1968 gegründete Monarch mit Sitz in Luton nördlich von London hat etwa drei Dutzend Maschinen mit insgesamt etwa 7200 Sitzplätzen und flog vor allem beliebte Ferienziele an. Auch die einzige Route nach Deutschland, zwischen London und dem Bodensee-Flughafen in Friedrichshafen, ist von der Insolvenz betroffen.

Auswirkungen halten sich in Grenzen

Am Bodensee-Airport halten sich die Auswirkungen allerdings in Grenzen. «Monarch hatte für den Winterflugplan einen Flug pro Woche geplant zwischen Friedrichshafen und London, und zwar von Ende Dezember bis Mitte April», sagt Bodensee-Airport-Sprecher Andreas Humer-Hager. British Airways und Easy Jet böten in diesem Zeitraum weiterhin vier Verbindungen pro Woche auf dieser Strecke an, ergänzt er. Die Flüge seien zum Grossteil von britischen Reiseveranstaltern genutzt worden, um Skitouristen nach Österreich zu bringen. Die Veranstalter würden jetzt nach Ersatz suchen, um die wegfallenden Kapazitäten möglichst gut abzufangen. Humer-Hager betont, es handle sich dabei aber nicht um Charterflüge, sondern um Linienflüge. Somit sei dieses Flugangebot für jedermann buchbar und könne deshalb auch für Citytrips nach London genutzt werden.

Bereits im März hatte sich mit People’s Viennaline eine Fluglinie aus Friedrichshafen zurückgezogen. (bor)