Frankenstärke versalzt Hügli die Umsatz-Suppe

STEINACH. Der Ostschweizer Nahrungsmittelhersteller Hügli hat für das vergangene Jahr einen Umsatzzuwachs von rund 0,4% auf rund 378 Mio. Fr. vermeldet. Ohne den Frankenschock hätte das Umsatzwachstum aber um einiges besser ausgesehen: In Lokalwährungen schaute ein Plus von über 10% heraus.

Drucken
Teilen
Soup, Vegetable Soup, Bowl. (Bild: (86613363))

Soup, Vegetable Soup, Bowl. (Bild: (86613363))

STEINACH. Der Ostschweizer Nahrungsmittelhersteller Hügli hat für das vergangene Jahr einen Umsatzzuwachs von rund 0,4% auf rund 378 Mio. Fr. vermeldet. Ohne den Frankenschock hätte das Umsatzwachstum aber um einiges besser ausgesehen: In Lokalwährungen schaute ein Plus von über 10% heraus.

80% im Ausland produziert

«Aus eigener Kraft wuchs der Hügli-Umsatz um 3,4%», sagte Andreas Seibold, Mediensprecher von Hügli. «Das basiert auf einem höheren Absatz und einer Preissteigerung um 0,4%. Die Akquisition von GranoVita/Eden brachte zudem ein Umsatzplus von 25 Mio. Fr. oder ein Wachstum um 6,7% gegenüber dem Vorjahr.» Der starke Franken habe das Resultat massiv beeinflusst. Denn das Unternehmen realisiert über vier Fünftel der Umsätze nicht in Franken. Darum belasteten die tieferen Umrechnungskurse den Umsatz um 36 Mio. Fr. respektive mit 10%. Andererseits produziert Hügli mehrheitlich im Ausland, so dass über 80% der Konzernkosten nicht in Schweizer Franken anfallen. So resultiert der Haupteffekt der Fremdwährungsverluste aus der Umrechnung der Umsätze und Erträge in Franken. Unter dem Strich dürfte der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) leicht unter dem Vorjahr zu liegen kommen, weil Währungsverluste von 10% auf dem Ebit lasten.

Optimistisch fürs neue Jahr

«Für 2016 rechnen wir mit einem leichten Umsatzwachstum und einer leicht überproportionalen Ebit-Steigerung», sagte Seibold. Detaillierte Zahlen zum Geschäftsgang 2015 und zum ersten Quartal 2016 gibt Hügli am 13. April bekannt. (tn)

Aktuelle Nachrichten