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FRANKENSTÄRKE: Die Schweizer Wirtschaft verkraftet Währungsschocks

Ungeachtet kurzfristiger Schocks hat sich die Schweizer Wirtschaft langfristig gut arrangiert.

Die Schweizer Exportwirtschaft hat über die Jahre hinweg eine erstaunlich grosse Widerstandskraft gegen die Aufwertung des Frankens entwickelt. So lassen sich fünf Studien zusammenfassen, die verschiedene Forscher im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) erstellt haben. Kurzfristig sind starke Aufwertungen ein Schock, zeigt etwa die ETH-Konjunkturforschung KOF. So sei als Folge der Aufhebung des Euromindestkurses Anfang 2015 die Zahl der Beschäftigten in einem durchschnittlichen Schweizer Industriebetrieb in den zwei Jahren darauf um et­wa 4 Prozent gesunken. Zudem hätten Exportfirmen ihre Budgets für Forschung und Entwicklung sowie für Investitionen erheblich gekürzt. Auch wurden Investitionen ins Ausland verlagert. Mittel- und langfristig dagegen sind diese Effekte laut der KOF nicht mehr so eindeutig.

Die anderen drei Studien weisen darauf hin, dass die Industrie damit auch zu leben gelernt hat. Eine Aufwertung des Frankens wirke zwar leicht negativ auf die Exporte, doch seien die Effekte im Vergleich zu Veränderungen der ausländischen Nachfrage gering. Dass seit 2003 immer weniger Produkte einen steigenden Anteil der Schweizer Exporte ausmachen, sei einzig auf die Pharmaindustrie zurückzuführen. Ohne deren Produkte hat sich trotz Währungsschocks die Struktur der Schweizer Exporte kaum verändert. Erreicht hat dies die Industrie dank gesteigerter Produktqualität.

Für die Wirtschaftspolitik zieht das Seco den Schluss, dass nicht kurzfristige Aktionen für den Erfolg der Schweizer Wirtschaft entscheidend seien, sondern das langfristige Schaffen und Erhalten guter Rahmenbedingungen. Dazu gehöre eine intakte Sozialpartnerschaft. (sda)

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