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Fortschritt trotz Gegenwind

Ungeachtet zahlreicher Widrigkeiten arbeitet die AFG Arbonia-Forster fleissig an ihrer Sanierung mit neuem Geschäftsmodell. Weitere Verkäufe von Gesellschaften sind nicht ausgeschlossen.
Thomas Griesser Kym
Blick in die Küchenproduktion von Forster in Arbon. Die Division Küchen und Kühlen hat den Betriebsverlust auf 2,5 Millionen gut halbiert. (Archivbild: Susann Basler)

Blick in die Küchenproduktion von Forster in Arbon. Die Division Küchen und Kühlen hat den Betriebsverlust auf 2,5 Millionen gut halbiert. (Archivbild: Susann Basler)

ARBON. Die AFG Arbonia-Forster ist auf zwei Ebenen gefordert: Strategisch ist der Technologiekonzern unterwegs im Umbau zu einem integrierten Bauausrüster, der in absehbarer Zeit in allen Divisionen operative Margen von jeweils 8 Prozent des Umsatzes erarbeiten will. Auf dem Weg dahin werden defizitäre Geschäfte wie jüngst die britische Aqualux abgestossen, und noch sind weitere Devestitionen laut AFG-Chef Daniel Frutig «denkbar». Nicht so recht ins Profil eines Bauausrüsters passt die Oberflächentechnologie, zu der auch die STI Hartchrom in Steinach gehört. Entschieden sei aber noch nichts, sagt Frutig (siehe auch Interview).

AFG im Sandwich

Hinzu kommen operative Herausforderungen: Zum einen verteuert die Frankenstärke Exporte der AFG aus der Schweiz, zum anderen üben günstige Importe von EU-Konkurrenten in die Schweiz zunehmend Druck aus auf Preise und Margen. Das spürt etwa der Fensterbau der EgoKiefer AG in Altstätten, worauf die AFG mit Kostensenkungen reagiert, was es wiederum ermöglichen soll, dass EgoKiefer ihre Preise senken kann.

Frutig mag allerdings nicht dramatisieren: Er verweist einmal auf Innovationsvorsprünge der AFG bei einigen Produkten, die höhere Preise rechtfertigen. Und er erwähnt, dass man arbeitsintensive Tätigkeiten, etwa in der Division Heiztechnik und Sanitär, bereits ins Werk Tschechien an einen EU-Standort verlagert hat.

Zum anderen pfeift der AFG ein kalter Wind um die Ohren. Nicht nur hat der kalte Winter die Bautätigkeit gelähmt, sondern der Konzern spürt auch einen Einbruch im Bau- und Immobiliengewerbe in Frankreich, Italien und Osteuropa sowie Schwächen in der europäischen Autoindustrie.

«Achtbare» Ergebnisse

Trotz allem ist das 1. Semester 2012 für die AFG laut Frutig «achtbar» verlaufen. Der Umsatz glitt zwar zurück, doch organisch halbiert sich das Minus von 6,4% auf 3,2%. Zudem stieg das Betriebsergebnis, und die operative Marge wurde von 1,7% in der Vorjahresperiode auf 2,1% des Umsatzes gehievt. Bereinigt um Buchverluste aus dem Verkauf der Aqualux und weitere Währungseinbussen zeigt die AFG einen Reingewinn nach Steuern von 1 Mio. Franken. Die AFG spricht von steigender Produktivität ihrer Schweizer Fabriken, will mit dem Sanitärgeschäft nach dem Aus in Britannien nach Russland expandieren und sieht erste Erfolge im Küchengeschäft nach der Versammlung der drei Marken Forster, Piatti und Warendorf unter einem Dach.

Rentables setzt weniger um

Insgesamt haben die beiden defizitären Divisionen Küchen und Oberflächentechnologie bei steigenden Umsätzen ihre Verluste innert Jahresfrist gut halbiert. «Unglücklicherweise», so die Analyse der Bank Sarasin, sanken die Umsätze in den drei anderen, rentablen AFG-Divisionen Heiztechnik und Sanitär, Fenster und Türen sowie Stahltechnik.

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