Nahrungsmittel

Foodwatch findet Mineralöl-Bestandteile in Nestlé-Babymilch

Baby-Milchpulver aus dem Hause Nestlé und von anderen Herstellern soll gesundheitsgefährdend sein. Das kritisiert die deutsche Konsumentenorganisation Foodwatch. Sie fordert Nestlé dazu auf, die betroffenen Produkte sofort aus den Regalen zu nehmen.

Drucken
Teilen
Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé sieht sich mit Vorwürfen zu Babymilch-Produkten konfrontiert. Einige Produkte sollen krebserregend sein, wie die deutsche Konsumentenorganisation Foodwatch kritisiert.(Archivbild)

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé sieht sich mit Vorwürfen zu Babymilch-Produkten konfrontiert. Einige Produkte sollen krebserregend sein, wie die deutsche Konsumentenorganisation Foodwatch kritisiert.(Archivbild)

KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

Die von Nestlé in Deutschland vertriebenen Produkte "Beba Optipro Pre, 800 g, von Geburt an" und "Beba Optipro 1, 800 g, von Geburt an" seien teilweise stark mit Mineralöl belastet, teilte Foodwatch am Donnerstag mit. In Frankreich geht es um Babymilch für Säuglinge im Alter bis sechs Monate aus der Produktlinie "Nidal". Belastet seien auch Produkte der Firmen Novalac, Danone und Hero Baby.

Die aromatischen Mineralölverbindungen (MOAH) in den betroffenen Produkten seien "potenziell krebserregend und erbgutverändernd", kritisierte Foodwatch. Das hätten mehrere unabhängig voneinander durchgeführten Labortests belegt. Es geht um Werte zwischen 0,5 und 3 Milligramm pro Kilo.

Rückzug gefordert

Foodwatch fordert eine Null-Toleranz beim Gehalt dieser Stoffe in Lebensmitteln. Einen gesetzlichen Grenzwert gibt es in Deutschland bisher nicht. Es bestehe keine akute Gesundheitsgefahr, sagte ein Foodwatch-Sprecher auf Anfrage. Dennoch sollten Eltern ihre Kinder vorsorglich nicht mit betroffenen Produkten füttern.

Die Konsumentenschützer von Foodwatch haben in Deutschland und Frankreich ein Petitionsschreiben aufgesetzt und fordern Konsumenten dazu auf, dieses online zu unterzeichnen. Im Schreiben enthalten ist der Aufruf zum sofortigen Rückzug der betroffenen Produkte.

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat auf Anfrage von AWP zu den Vorwürfen bislang noch nicht Stellung genommen.