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FLUSSREISEN: Eine Perle ergänzt die Flotte

Das Reisebüro Mittelthurgau baut das neunte Kreuzfahrtschiff. Auf der Werft im niederländischen Heusden wird die «Excellence Pearl» für die Jungfernfahrt vorbereitet.
Stefan Borkert
Die "Excellence Pearl", das neue Schiff der Flussflotte des Reisebüros Mittelthurgau, wird im Mai 2017 vom Stapel gelassen. (Bild: pd)

Die "Excellence Pearl", das neue Schiff der Flussflotte des Reisebüros Mittelthurgau, wird im Mai 2017 vom Stapel gelassen. (Bild: pd)

«Es ist eine Nische in der Nische», sagt Stephan Frei, Geschäftsleiter der Reisebüro Mittelthurgau Fluss- und Kreuzfahrten AG, dem grössten Schweizer Anbieter von Flussreisen. Das Weinfelder Unternehmen gehört zur Twerenbold-Gruppe.

Die Flusskreuzfahrten besetzten bezüglich der Flussreisen schon eine Nische. Eine lukrative Nische, denn in zehn Jahren ist die Flotte des Reisebüros Mittelthurgau auf mittlerweile neun Schiffe angewachsen, wenn die «Excellence Pearl» im Mai 2017 zur Jungfernfahrt von Amsterdam nach Basel aufbricht. Das Schiff ist das kleinste der Flotte. Das Reisebüro Mittelthurgau setze bewusst auch auf die Nische kleine Schiffe in der Nische Flussreisen, wie Frei wiederholt. Die «Pearl» sei klein und wendig, «so dass wir den Kunden ganz neue Destinationen anbieten können». Frei sagt, dass man damit Flusspassagen befahren könne, für die andere Schiffe zu gross seien. Er nennt die Mosel, Saar und den Neckar, oder auch die schmalen Flussabschnitte in Flandern und Wallonien als Beispiel.

Umbau kostet mehrere Millionen Franken

Für das neue Schiff sind Investitionskosten in Millionenhöhe notwendig. Frei betont, dass es Firmenpolitik sei, keine Zahlen zu nennen. Doch die Kosten werden sich im oberen einstelligen Millionenbereich bewegen.

Ein neues Schiff in dieser Grösse und Ausstattung kostet zwischen 13 und 15 Mio. Franken. Ein Totalumbau wie jener der «Excellence Pearl» verschlingt 5 bis 10 Mio. Franken. Die kleine Perle hiess vorher «MS Rembrandt» und stammt aus dem Jahr 2003. Sie ist 82 Meter lang und bietet nach dem Umbau 80 Plätze für Passagiere. «Im Oberdeck schneiden wir die Schiffshülle auf, um in den Kabinen raumhohe Fensterfronten und französische Balkone einzubauen», sagt Karim Twerenbold, Verwaltungsratspräsident der Twerenbold Reisen Gruppe. Mit solchen Umbauten hat man Erfahrung. Grossumbau-Projekte realisierte die Reisegruppe schon mit der Instandstellung der «Excellence Coral» (ehemals «MS Swiss Coral») und der «Excellence Katharina» («MS Lavrinenkov»).

Dass sich auch das kleinste Schiff der Flotte bewähren wird, davon ist Stephan Frei überzeugt. Man habe bereits mit der nur wenig grösseren «Coral» sehr gute Erfahrungen gemacht. Und Probleme mit der Auslastung der Schiffe sind nicht in Sicht. «Wir gehen von einer Auslastung von 85 bis 90 Prozent aus.» Ein kleines Schiff habe den Vorteil, dass es noch persönlicher sei. Es gebe neben dem Trend im Hochseegeschäft zu immer grösseren Schiffen, mit bis zu 6500 Passagieren an Bord, eben auch den Gegentrend zu kleinen Schiffen mit 50 bis 500 Gästen.

Und das Geschäft mit den Flussreisen hat sich bislang als krisenresistent gezeigt. Der starke Franken habe praktisch keine Auswirkungen, sagt Frei. Er sieht auch noch Entwicklungspotenzial. Wenn es Chancen und Möglichkeiten gebe, sei man offen für neue Schiffe und Projekte. «Wir haben die Philosophie, dass wir organisch wachsen und die Markt- und Kundensituation ebenso im Fokus haben wie die Qualität unserer Schiffe und Produkte.» Das werde im Gleichschritt entwickelt, erklärt Frei.

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