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FLUGFELDBAU: Spezialisiertes Bodenpersonal am Werk

Der Ostschweizer Ableger der Baugruppe Kibag ist in einer besonderen Nische tätig: Er baut international an Flughäfen mit.
Martin Sinzig

Die britische Royal Navy will auf dem Flughafen Northolt nahe London ein neues Bremsbett bauen lassen, und in Bergamo in Italien schreibt die Flughafenbetreiberin ebenfalls Arbeiten am Flugfeld aus. Bei beiden Projekten darf die Kibag Region Ostschweiz am Offertverfahren teilnehmen. Neben diesen zwei Hauptprojekten habe die Kibag drei bis vier weitere Bauvorhaben, national wie international, auf dem Radar, verrät Philipp Althaus, Leiter der Kibag Region Ostschweiz. Der Wettbewerb in dieser Nische sei genau gleich hart wie in anderen Segmenten, doch aufgrund der Spezialisierung sei immerhin die Zahl der Angebote geringer.

Ihre Kompetenzen im Flugfeldbau hat die traditionell im Tief- und Strassenbau tätige Baufirma in den vergangenen sieben Jahren am Standort im thurgauischen Müllheim-Wigoltingen entwickelt. Das Know-how im Betonbau war vorhanden, und bei zahlreichen Kreiselbauten im Strassenbau konnten zusätzliche Erfahrungswerte für die neue Nischentätigkeit gesammelt werden. Von den 440 Mitarbeitenden der Kibag Region Ostschweiz ist mittlerweile ein Team von 30 Spezialisten im Flugfeldbau tätig. Zur Referenzliste gehört auch der Flughafen Zürich. Dort durfte die Kibag unter anderem ein Bremsbett und Standplätze bauen sowie Vorfeldsanierungen und Betonreparaturen ausführen.

Rund 90% des Arbeitsvolumens der Kibag in der Ostschweiz entfallen auf Tiefbau- und Infrastrukturarbeiten, die von der öffentlichen Hand, besonders auch von den SBB, vergeben werden.

Fleissiger Lehrlingsausbildner

Trotz der markanten Infrastrukturprojekte des öffentlichen Verkehrs, die auch im Thurgau zum Tragen kommen, sei kein Boom zu spüren, sagt Althaus. «Wir haben viele Mitbewerber, und die Preise sind nach wie vor unter Druck», sagt Althaus. Positiv beurteilt er den «recht grossen» Arbeitsvorrat. Dieses Jahr erwarte die Kibag wie bereits im Vorjahr eine sehr gute, stabile Auslastung, und auch für 2018 äussert sich Althaus zuversichtlich.

Per Jahresbeginn hat die Kibag eine regionale Führungsorganisation installiert. Diese hat die bisherige landesweite Spartenstruktur abgelöst. Althaus sieht die Neuorganisation als klaren Vorteil, denn sie ermögliche kürzere Wege. «Wir sind näher am Markt, der von uns wegen des Margendrucks verlangt, dass wir fit sind und dynamisch bleiben.» Das beginne beim Kontakt zu Kunden und reiche bis zur Förderung des Nachwuchses. Dieser muss weitgehend selbst geschaffen werden. Unter den rund 40 Lernenden bildet die Kibag Maurer, Strassenbauer, Baumaschinenführer, Lageristen und kaufmännische Berufe aus. Lehrlingsprojekte wie zum Beispiel der Bau des BMX-Parks in Weinfelden sollen die Attraktivität der Branche stärken und die Verbundenheit mit der Region fördern.

Martin Sinzig

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