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Fliegen ist so sicher wie nie

Eine neue Studie zur Flugsicherheit zeigt, dass die Massnahmen der Luftfahrtindustrie wirken.
Stefan Borkert
Die Risiken beim Fliegen sind geringer worden. Bild: Keystone

Die Risiken beim Fliegen sind geringer worden. Bild: Keystone

Stürzt ein Passagierflugzeug ab, dann ist das eine grosse und traurige Katastrophe. Oft beherrscht das Unglück die Schlagzeilen der Medien über Wochen, manchmal sogar Monate. Und doch ist Fliegen heutzutage sicher wie nie und das trotz Rekordzahlen von mehr als vier Milliarden Passagieren. Die globale Luftfahrtindustrie hat in jüngster Zeit einige der sichersten Jahre aller Zeiten bei tödlichen Unfällen erlebt. Zu diesem Schluss kommt die neue Studie «Aviation Risk 2020: Safety and The State of the Nation», die der Unternehmens- und Luftfahrtversicherungsspezialist Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) in Zusammenarbeit mit der Embry-Riddle Aeronautical Universität aus Florida publiziert hat.

Drei der letzten vier Jahre waren demnach die sichersten aller Zeiten. So gab es 2017 zum ersten Mal seit mindestens 60 Jahren in der Luftfahrt keine Todesopfer auf einem Passagierjetflug. Es ist damit das sicherste Jahr überhaupt. Selbst 2018, wo es insgesamt 15 tödliche Flugzeugunfälle mit 556 Opfern gab, ist nach Statistiken des Aviation Safety Networks das drittsicherste Jahr in der Geschichte des kommerziellen Flugverkehrs. 2015 belegt den zweiten Platz. Gemäss der Studie ist die Wahrscheinlichkeit, bei einem Flugzeugunglück zu sterben sehr gering (1 zu 188364). Andere Verkehrsmittel oder Szenarien sind gefährlicher: Auto (1 zu 103), Fahrrad (1 zu 4047), versehentliche Waffenentladung (1 zu 8527) oder Hundeangriff (1 zu 115111).

Triebwerkausfälle eliminiert

Die kontinuierliche Verbesserung der Flugsicherheit sei auf mehrere Faktoren zurückzuführen, unter anderem auf Designverbesserungen, neue Technologien, effektivere Pilotenausbildung sowie Verbesserungen der Herstellungsprozesse, des Flugzeugbetriebs und auf Seiten der Regulierung, erklärt Axel von Frowein, zuständig für die Luftfahrtversicherung in Zentral- und Osteuropa bei der AGCS. Hinzu kämen aerodynamische und strukturelle Verbesserungen der Flugzeugzelle, die elektronische Steuerung und effektive Sicherheitsinspektionen. Gleichzeitig haben die Hersteller das Risiko eines Triebwerkausfalls nahezu eliminiert. Zudem haben sich laut der Studie auch Verbesserungen von Flugsicherungstechnik und Kollisionspräventionssystemen positiv auf die Sicherheit ausgewirkt. «Piloten haben heute viel mehr Live-Informationen zur Hand. Aktuelle Navigationssysteme sind zudem in der Lage, die Position eines Flugzeugs bis zu einer Tausendstelmeile zu bestimmen», sagt Experte E. David Williams von der Embry-Riddle Universität.

Mehr Turbulenzen wegen des Klimawandels

Passagiere müssen sich jedoch künftig auf unruhigere Flüge einstellen, so der Bericht. «In den kommenden Jahrzehnten dürften die Turbulenzen durch den Klimawandel und die sich erwärmende Erdatmosphäre weiter zunehmen und zwar insbesondere auf Flügen zwischen Europa und Nordamerika», sagt Axel von Frowein. Ausserdem würden sich bereits neue Risiken abzeichnen. Dazu zählt von Frowein unter anderem die weitere Zunahme von Flügen.

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