Fleisch-Schwindel bei Coop

ZÜRICH. Happige Vorwürfe gegen Coop. Wie die SF-Sendung «Kassensturz» berichtete, sollen Angestellte der Metzgereien des Detailhändlers systematisch Fleisch aus der Selbstbedienung ausgepackt und als Frischfleisch verkauft haben, teils auf Anweisung der Chefmetzger oder Filialleiter.

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ZÜRICH. Happige Vorwürfe gegen Coop. Wie die SF-Sendung «Kassensturz» berichtete, sollen Angestellte der Metzgereien des Detailhändlers systematisch Fleisch aus der Selbstbedienung ausgepackt und als Frischfleisch verkauft haben, teils auf Anweisung der Chefmetzger oder Filialleiter. Weiter soll importiertes als heimisches Fleisch verkauft worden sein. Anreiz dafür soll das Erreichen der Boni-Zielvorgaben gewesen sein. «Kassensturz» weiss laut eigenen Angaben von Fällen in 24 Filialen in den Kantonen Aargau, Bern, Glarus, Schwyz, St. Gallen, Uri und Zürich. Coop-Kader Philipp Wyss nahm Stellung und nannte zwei Massnahmen, mit denen Coop Schweiz Fälle dieser Art künftig verhindern will. Erstens sei es für Angestellte verboten, Selbstbedienungsfleisch auszupacken. Und zweitens werde Coop eine betriebsinterne Ombudsstelle einrichten, an welche Angestellte Verstösse melden könnten. Laut Wyss hat Coop in den letzten zwölf Monaten 53 Metzger entlassen, weil sie gegen interne Vorschriften verstossen hätten. (du)