Fitch lässt den USA das Gütesiegel AAA

Anders als Standard & Poor's hat Fitch die Bestnote AAA für die Kreditwürdigkeit der USA bestätigt. Die Ratingagentur mahnt die USA aber zu erheblichen Einsparungen, sonst dürfte der Ausblick von «stabil» auf «negativ» sinken.

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London. Anfang des Monats hatte die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) die Bonität der USA von AAA auf AA+ herabgesetzt und der weltgrössten Volkswirtschaft die Bestnote für die Bonität entzogen. Folge war ein politischer Aufschrei der Empörung, wobei die US-Regierung von Präsident Obama S&P kritisierte und die Republikaner kein gutes Haar an den Demokraten liessen.

S&P geisselte Politik

S&P hatte die Herabstufung mit dem Schuldenberg der USA von 14 500 $, keinem absehbaren Schuldenabbau und dem politischen Hickhack vor der Einigung im Schuldenstreit begründet.

Zu einem anderen Schluss kommt nun Fitch. Die Kreditwürdigkeit wird weiter mit der Bestnote AAA bewertet. Der Ausblick für das Rating ist vorläufig «stabil», was mittelfristig keine Herabstufung erwarten lässt.

Fitch betont Vorzüge der USA

«Die wichtigsten Pfeiler der aussergewöhnlichen Kreditwürdigkeit der USA bleiben intakt», begründete Fitch seine Einschätzung. So spielten die USA weiterhin eine entscheidende Rolle im Weltfinanzsystem. Die Volkswirtschaft sei flexibel, breit aufgestellt und wohlhabend. Flexible Wechselkurse und die Geldpolitik erlaubten es den USA, wirtschaftliche Schocks abzufedern.

Allerdings will Fitch das Rating überprüfen. Sollte der Kongressausschuss aus Demokraten und Republikanern bis Ende November nicht mindestens Einsparungen von 1200 Mrd. $ beschliessen, werde Fitch wohl den Ausblick auf «negativ» setzen. Dann würde den USA auf Sicht von zwei Jahren eine Herabstufung drohen. (dpa)

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