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FIRMENANSIEDLUNG: Von Frauenfeld auf den Weltmarkt

Die SIS Medical AG ist von Winterthur in den Thurgau gezügelt. Das Unternehmen stellt Ballonkatheter für Herzpatienten her und verfolgt eine starke Expansionsstrategie.
Stefan Borkert
Die SIS Medical hat in Frauenfeld ideale Räumlichkeiten für ihre sehr anspruchsvolle Produktion gefunden. (Bild: pd)

Die SIS Medical hat in Frauenfeld ideale Räumlichkeiten für ihre sehr anspruchsvolle Produktion gefunden. (Bild: pd)

«Wir haben hier beste Bedingungen, auch um zu wachsen», sagt Willi Zwahlen, Geschäftsführer und Mitgründer der SIS Medical AG. «In Frauenfeld sind durch den Umzug von Winterthur bis heute 29 Arbeitsplätze entstanden», fährt er fort. Bis Ende 2017 rechnet er mit einem Anstieg auf 40 bis 50 Arbeitsplätze. Weitere sollen folgen, denn die SIS Medical verfolgt eine ausgedehnte Expansionsstrategie. Neben dem Standort Frauenfeld hat SIS Medical noch einen Vertriebsstandort in Deutschland.

SIS steht für «Swiss Interventional Systems». SIS Medical setzt auf Innovation und stellt Kardiologieprodukte wie Ballonkatheter her. Das Produktportfolio umfasst dabei sowohl besonders kleine als auch besonders druckfeste Ballonkatheter, die auch bei sehr hohem Druck Formstabilität sicherstellen. Die SIS Medical AG ist mehrheitlich im Besitz des Tübinger Medizintechnikinvestors SHS.

Das Unternehmen ist seit der Gründung 2007 in Winterthur stark gewachsen. Schon zwei Jahre nach dem Firmenstart wirtschaftete das Unternehmen profitabel. SIS Medical entwickelt und produziert am Standort Frauenfeld in einer hochmodernen Fertigungsstätte. Dabei handelt es sich um die Räumlichkeiten der ehemaligen Invatec Medtronic, die den Standort Frauenfeld vor zweieinhalb Jahren aufgegeben hat. «In Frauenfeld wurden uns entsprechende Räumlichkeiten wie Reinraum, Büros und Logistikzentrum in einer Grössenordnung angeboten welche ein signifikantes Wachstum der Firma über die nächsten Jahre ermöglicht», begründet Zwahlen den Schritt nach Frauenfeld. Ausserdem habe er sogar Personal der Invatec Medtronic einstellen können. «Das sind hochqualifizierte Fachkräfte, welche zum Teil über grosse Erfahrung in unserem Bereich verfügen.» Im Weiteren sei der Kanton Thurgau auch generell unternehmensfreundlich eingestellt und Frauenfeld nicht zuletzt eine schöne Stadt. Ins benachbarte Ausland nach Deutschland zu zügeln kam für Zwahlen nicht in Frage: «Wir sind seit der Gründung ein schweizerisches Unternehmen und wir bekennen uns auch in Zukunft zum Werkplatz Schweiz.» Das bedeute für SIS Medical und die Kunden weltweit hohe Qualität, ausgezeichnet ausgebildete Mitarbeiter, Innovation, Zuverlässigkeit und Stabilität, betont er.

Der Vertrieb der Produkte erfolge in der Schweiz direkt und in allen anderen Ländern über lokale Vertriebspartner. Dabei setzt Zwahlen auf Wachstum: «Unsere Expansionspläne sind ganz klar auf weltweite Vertriebstätigkeit ausgelegt, und wir erwarten in den kommenden Jahren signifikante Wachstumsraten.» Forschung und Entwicklung sowie die Herstellung der Produkte seien aber auch weiterhin nur am Standort Schweiz in Frauenfeld geplant. SIS Medical werde in den nächsten Quartalen ihre Investitionen für die Entwicklung neuer Produkte sowie die internationale Marktregistrierung signifikant erhöhen, fährt er fort. Das Medizintechnikunternehmen gehöre in Europa bereits zu den führenden Herstellern von Hochdruck- und Superhochdruckballonkathetern für die interventionelle Kardiologie.

Wachstum beruht auch auf Alleinstellungsmerkmalen
Ein Teil der Ballonkatheter der SIS Medical verfügt über weltweit einmalige Alleinstellungsmerkmale. Zwahlen: «Das ist höchste Druckresistenz bei kleinster Durchmesserüberdehnung.» Das sei besonders wichtig bei der Behandlung von verkalkten Gefässen und zunehmend auch wichtig in Kombination mit den neu verfügbaren bioresorbierbaren Stents. In diversen Fachpublikationen sei dies sehr positiv erwähnt worden. Das schon vorhandene und weiter angestrebte Wachstum beruht auch auf solchen Alleinstellungsmerkmalen, mit denen man sich von der Konkurrenz abheben kann. Von Frauenfeld aus könne das Unternehmen mit zusätzlichen Kapazitäten die hohe Nachfrage nach Ballonkathetern auf den internationalen Märkten bedienen. Zwahlen sagt weiter, dass auch der Bereich Forschung und Entwicklung ausgebaut werde.

SIS Medical ist bereits in mehr als 40 Ländern am Markt präsent. In den vergangenen zwei Jahren wurde der Vertrieb in fast ganz Südamerika sowie im Nahen Osten aufgebaut. Zudem sind in Osteuropa und Asien mehrere Distributionspartner im Registrierungsprozess. «Im ersten Halbjahr 2017 ist der Markteintritt in einer ganzen Reihe von Ländern geplant», sagt Zwahlen.

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