Firmen hegen Sparpläne

BERN. Der Pessimismus unter den Schweizer Unternehmen nach dem Frankenschock lässt zwar laut einer Umfrage langsam nach. Den Arbeitnehmern aber steht das Schlimmste offenbar erst noch bevor.

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BERN. Der Pessimismus unter den Schweizer Unternehmen nach dem Frankenschock lässt zwar laut einer Umfrage langsam nach. Den Arbeitnehmern aber steht das Schlimmste offenbar erst noch bevor. Im Zuge der Anpassungsphase nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses planen rund vier von fünf Unternehmen, die Personalkosten zu senken. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage unter 111 Schweizer Finanzchefs von Mai bis Juni des Beratungsunternehmens Deloitte, über die die «Sonntags-Zeitung» berichtete.

Seit Januar haben bereits mehrere Firmen solche Massnahmen wie den Abbau von Stellen oder Arbeitszeiterhöhungen bei gleichem Lohn beschlossen. Nach der Umfrage wird die Schraube beim Personal weiter angezogen: Fast die Hälfte erwägt einen Stellenabbau. 61% wollen einen Einstellungsstop verhängen, 57% einen Lohnstop.

Wegen der anhaltenden Stärke des Frankens seien Vorkehrungen zum Schutz der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen unabdingbar, kommentierte Deloitte-Chefökonom Michael Grampp in der Medienmitteilung. Neben Sparmassnahmen könnten Unternehmen aber auch Innovation als eine Möglichkeit dazu nutzen. (sda)