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Fintech-Gründer am Start Summit: Valentin Stalf will mit Handybank N26 den Weltmarkt erobern

Die Digitalbank N26 aus Berlin bietet seinen Kunden ein Bankkonto, welches per Smartphone verwaltet wird. Sie ist das wertvollste Fintech-Start-up Deutschlands. Gründer Valentin Stalf hat am Freitag während dem Start Summit angekündigt, dass der Markteintritt in die Schweiz in zwei bis drei Monaten erfolgen soll.
Yusuf Barman
Fintech-Pionier Valentin Stalf will mit seiner Handybank die Finanzbranche revolutionieren. (Bild: Urs Bucher)

Fintech-Pionier Valentin Stalf will mit seiner Handybank die Finanzbranche revolutionieren. (Bild: Urs Bucher)

N26 zählt zu den sogenannten Einhörnern (englisch: «Unicorns»). So werden Start-ups bezeichnet, die noch nicht an der Börse kotiert sind, aber bereits mit mehr als 1 Milliarde US-Dollar bewertet werden. Wagnisfinanziererin Aileen Lee hat den Begriff 2013 in der amerikanischen Start-up-Szene eingeführt, um die statistisch verschwindend kleine Wahrscheinlichkeit zu umschreiben, dass ein Jungunternehmen dermassen erfolgreich sein kann.

Start-up-Bank ist so viel wert wie die SGKB

Anfang des Jahres wurde das Unternehmen in einer der grössten Private-Equity-Finanzierungsrunden, welche die europäische Fintech-Szene je gestemmt hat, mit umgerechnet rund 300 Millionen Franken versorgt. Dabei wurde die Digitalbank von den Investoren mit 2,7 Milliarden Franken bewertet und wurde zum ersten Fintech-Einhorn Deutschlands. Zum Vergleich: Gemäss aktuellem Aktienkurs hat die St.Galler Kantonalbank (SGKB) einen Börsenwert (Marktkapitalisierung) von 2,64 Milliarden Franken. Auch wenn die Bewertung von N26 ziemlich hoch erscheint und wohl vorerst viele Hoffnungen auf eine glorreiche Zukunft spiegelt, wächst hier deutliche Konkurrenz für die etablierten Kreditinstitute heran.

Markteintritt in die Schweiz geplant

Neben Revolut aus London ist N26 aus Berlin der grösste Anbieter von Mobile Banking in Europa. Derzeit ist das Fintech-Einhorn in 24 Ländern präsent, allerdings noch nicht in der Schweiz. Im Januar hat das Unternehmen bekannt gegeben, dass ein Markteintritt in die Schweiz noch dieses Jahr erfolgen soll. Nun präzisierte Gründer Valentin Stalf am Freitag während dem Summit und kündigte an, dass der Start bereits in zwei bis drei Monaten erfolgen soll. Der 33-Jährige sagte auf derselben Bühne, auf der er ein Jahr zuvor während dem Start Summit 2018 zum Gründer des Jahres ausgezeichnet wurde, dass er sich eigentlich gewünscht hätte, bereits zum aktuellen Summit in der Schweiz zu starten. Jedoch sei man aber noch nicht soweit mit den Vorbereitungen.

Zur mittelfristigen Expansionsstrategie der beiden Gründer Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gehört neben dem Markteintritt in die Schweiz auch die Erschliessung in den USA. Um den Start in den Staaten vorzubereiten hat das Unternehmen bereits einen Standort in New York eröffnet und beschäftigt dort bisher 60 Personen, wie Stalf am Freitag in St.Gallen mitteilte.

Prominente Rückendeckung

Die Erschliessung des US-Marktes ist kein einfaches Vorhaben. Die Fintech-Pioniere haben jedoch, zumindest in finanzieller Hinsicht, starke Rückendeckung. Zu den Kapitalgebern, die bei der Finanzierungsrunde im Januar insgesamt 300 Millionen Franken investiert haben, zählen neben dem Venture-Capital-Finanzierer Insight Venture Partners auch der Staatsfonds GIC aus Singapur und die Allianz-Gruppe. Die Finanzierungsrunde zeigt aber auch, dass das Unternehmen vorerst nicht das Risiko eines Börsengangs eingehen muss, um erfolgreich wachsen zu können – ein Risiko, das gerade in der aktuellen Marktlage nicht zu unterschätzen ist.

Das grosse Vertrauen der Investoren hat sich das Gründer-Duo aus Österreich hart verdient. CEO Valentin Stalf und Finanzchef Maximilian Tayenthal gründeten das Unternehmen 2013 und lancierten zwei Jahre später in Deutschland und Österreich ihr erstes Produkt mit dem Versprechen, ein «mobiles Bankkonto ohne versteckte Gebühren» anzubieten. Inzwischen hat N26 nach eigenen Angaben 2,3 Millionen Kunden mit Geldeinlagen von über 1 Milliarde Euro und einem monatlichen Transaktionsvolumen von mehr als 1,5 Milliarden Euro. Über 700 Angestellte arbeiten für das Unternehmen in Berlin, Barcelona und New York.

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