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Finma kritisiert Raiffeisen: «Schwerwiegende Mängel in der Corporate Governance»

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) hat ihr Enforcement-Verfahren gegen Raiffeisen abgeschlossen und Massnahmen angeordnet. Raiffeisen anerkenne die Verfügung und habe Verbesserungsmassnahmen eingeleitet.
Raiffeisen Schweiz anerkennt die angeordneten Massnahmen der Finma. (Keystone/Gaetan Bally)

Raiffeisen Schweiz anerkennt die angeordneten Massnahmen der Finma. (Keystone/Gaetan Bally)

(pd/jm) In der Medienmitteilung zum Abschluss des Verfahrens hält die Finma fest: Raiffeisen hatte schwerwiegende Mängel in der Corporate Governance und hatte Interessenkonflikte ungenügend gehandhabt. Basierend auf ihrem Abschlussbericht hat die Finma deshalb ein Massnahmenpaket definiert, um den ordnungsgemässen Zustand wieder herzustellen.

«Der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz steht in der Verantwortung, den vor zwei Jahren eingeleiteten Weg der Erneuerung konsequent zu Ende zu gehen. [...] Wir werden dafür sorgen, dass solche Versäumnisse nicht noch einmal passieren», äussert sich Pascal Gantenbein, Vizepräsident des Verwaltungsrats von Raiffeisen Schweiz, zu den Auflagen der Finma.

Unabhängige Untersuchung zu Ära Vincenz

Bereits vor zwei Jahren hat Raiffeisen Schweiz eine Reihe von Massnahmen zur Corporate Governance eingeleitet, schreibt Raiffeisen Schweiz weiter in ihrer Medienmitteilung. Dazu gehörte die seit 2016 konsequent verfolgte Entflechtungsstrategie und damit verbunden eine Reduktion der Interessenkonflikte. In den letzten Monaten habe Raiffeisen Schweiz ihre Anstrengungen, die Unternehmensführung zu verbessern, nochmals verstärkt, indem sie eine unabhängige Untersuchung zu allen relevanten Beteiligungen der Ära Vincenz in Auftrag gegeben habe.

Im Einklang mit der Finma hat Raiffeisen Schweiz den Erneuerungsprozess im Verwaltungsrat angestossen mit dem Ziel, das oberste Gremium fachlich zu verstärken, schreibt Raiffeisen weiter. Die Auflagen der Finma bezüglich Kompetenzen in den Bereichen Risiko und Compliance sowie Erfahrung im Bankwesen seien im Suchprozess nach künftigen Verwaltungsratsmitgliedern enthalten. Der Gesamterneuerungsprozess sei 2017 gestartet und habe mit den bereits erfolgten oder angekündigten Rücktritten von fünf Verwaltungsratsmitgliedern und der traktandierten Zuwahl von zwei neuen Mitgliedern auf die Delegiertenversammlung vom 16. Juni hin einen grossen Schritt vorwärtsgetrieben werden können.

Weiter verpflichte die Finma Raiffeisen Schweiz dazu, die Vor- und Nachteile einer Umwandlung in eine Aktiengesellschaft vertieft, aber ergebnisoffen zu prüfen. Der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz wird im Rahmen der laufenden Strukturdiskussion die Überprüfung ihrer Gesellschaftsform vornehmen, so Raiffeisen Schweiz.

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