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FINAL: Was die Chinesin an ihr Gesicht lässt

Studierende der Fachhochschule St.Gallen und der Shanghai University haben dem Kosmetikunternehmen Mibelle Einblicke in die Pflegegewohnheiten der chinesischen Konsumentin verschafft. Nun ist das Team für den WTT Young Leader Award nominiert.
Sandra Dragone und eine Mibelle-Laborantin erklären Stephan Kaenel, Marius Strässle und Tobias Geisser die Produkteigenschaften. (Bild: PD)

Sandra Dragone und eine Mibelle-Laborantin erklären Stephan Kaenel, Marius Strässle und Tobias Geisser die Produkteigenschaften. (Bild: PD)

Wie findet man heraus, welche Schönheitsrituale die chinesische Premium-Kundin pflegt? Richtig, man besucht sie in ihrem Badezimmer. Genau das haben drei Studenten der Fachhochschule St.Gallen (FHS) getan – aber nicht nur: Marius Strässle, Tobias Geisser und Stephan Kaenel reisten nach Schanghai und erkundeten während eines Praxisprojekts zusammen mit drei Studierenden der Shanghai University den chinesischen Markt für Gesichtspflegeprodukte.

Auftraggeberin war die Mibelle Group im aargauischen Buchs – eine Migros-Tochter, die bisher noch nicht in China aktiv war. «Wir wollten von den Studierenden wissen: Welches Marktvolumen ist vorhanden? Was tun die Mitbewerber schon? Wie tickt die chinesische Konsumentin?», erzählt Sandra Dragone, die bei Mibelle neue Märkte angeht, um die Internationalisierung voranzutreiben.

«Swissness zieht nicht einfach so»

Das Team habe wertvolle Einsichten geliefert, auch erstaunliche. «Swissness zieht nicht einfach so. Viele Chinesinnen haben noch nie von Switzerland gehört», so Sandra Dragone. Andere Erwartungen wurden bestätigt. «Sie lieben etwa verspielte, grosse und luxuriöse Verpackungen sowie bekannte Marken – dabei spielen auch Farben eine grosse Rolle.»

«Selbst die erfolgreichste Schweizer Crème kann man nicht einfach chinesisch anschreiben und verkaufen», weiss FHS-Professor Andreas Löhrer, der das Team gecoacht hat. Es habe Mibelle deshalb nicht nur taktische Markterkenntnisse und recht- liche Bedingungen aufgezeigt, sondern zusätzlich auch den konkreten Handlungsbedarf beschrieben – sozusagen ein «Rezept» für den Markteintritt des Unternehmens. Das Team durfte seine Arbeit schliesslich dem Top-Management der Mibelle Group präsentieren. «Die waren beeindruckt vom Engagement der Studierenden», freut sich Dragone.

Neue Methoden für die Praxis

Erkenntnisse des Praxisprojekts sollen vorerst in strategische Projekte bei Mibelle einfliessen. «Wir profitierten zudem von den Methoden der Studierenden», sagt Sandra Dragone. Man könne sie teils auch auf andere Märkte anwenden. Überzeugen liess sich auch die Jury des WTT Young Leader Awards – das Team ist mit seiner Arbeit nämlich für den Preis nominiert. (red)

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