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FINAL: «Pürschtli, geh zu Raiffeisen!»

Ein Studententeam der Fachhochschule St. Gallen hat für eine Raiffeisenbank ermittelt, welche Leistungen Junge wollen. Mit seiner Arbeit ist das Team für den WTT Young Leader Award nominiert.
Maurin Büche, Anina Angehrn und Dimitri Sonderegger mit Bankleiter Aldo Kopp in der Raiffeisen-Filiale Niederuzwil. (Bild: PD)

Maurin Büche, Anina Angehrn und Dimitri Sonderegger mit Bankleiter Aldo Kopp in der Raiffeisen-Filiale Niederuzwil. (Bild: PD)

«Wir setzen noch einen oben drauf», sagt Aldo Kopp. Dem Chef der Raiffeisenbank Regio Uzwil liegt viel an seiner jungen Kundschaft: Mit einem Sonderzins von 1,2 Prozent, Geschenken und Events wird sie verwöhnt – das zieht. Die Bank hat bei Jugendlichen eine regionale Marktdurchdringung von über 50 Prozent, scheut dafür aber auch kaum Kosten.

«Kommt diese Grosszügigkeit an? Mögen die Jungen unsere Sonderleistungen?», fragte sich Kopp und beauftragte Studierende der Fachhochschule St. Gallen (FHS) mit einem Praxisprojekt. Projektleiterin Anina Angehrn, Dimitri Sonderegger, Maurin Büche und Remo Wüthrich legten sich ins Zeug. Sie wälzten Studien, sprachen mit Experten und befragten Jugendliche – nicht nur per E-Mail. Sie gingen in die Badi, zum Bahnhof, ins Dorfzentrum sowie in Schulen und nahmen dabei teils auch Banklehrlinge mit.

Eltern empfehlen ihren Sprösslingen die Bank

Einige Analysen bestätigten Vorahnungen, andere überraschten und widersprachen gängigen Studien. Ein Beispiel: Den relativ hohen Zinssatz schätzen die Jungen wider Erwarten sehr – mehr als etwa vergünstigte Konzerttickets. Die Raiffeisenbank Regio Uzwil weiss nun zudem, dass viele Eltern ihr Angebot kennen. «Viele raten deshalb ihren Schützlingen: Pürschtli, geh zu Raiffeisen!», so Kopp. Dies sei ein Grund, spendabel zu bleiben.

«Das Team hat alles – auch sich selbst – ständig hinterfragt», sagt dessen Coach Claudia Custodia von der FHS. Dank hohen Efforts und starker Praxisorientierung sind die Studierenden mit ihrer Marktforschung für den WTT Young Leader Award nominiert.

Mit Fakten und Argumenten überzeugten die Studierenden schliesslich auch den Verwaltungsrat der Raiffeisenbank Regio Uzwil von ihren Ergebnissen und Empfehlungen. Den Zinssatz beizubehalten, aber die Limite dafür neu auf 20000 Franken herunterzusetzen, gehörte dazu. «Jugendliche, die mehr Geld haben, sollten zur Anlageberatung eingeladen werden», erklärt Angehrn. Zudem hätten die Studierenden geraten, die Jugendlichen mitreden zu lassen: Welche Veranstaltungen interessieren sie? Welche Vergünstigungen kommen ihnen gelegen?

«Wir sind beeindruckt von ihren Impulsen», sagt Kopp. Die Bank setze restlos alles um – die meisten Empfehlungen seien bereits eingeführt. (red)

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