Facebook rüstet sich für die Zukunft

Das soziale Netzwerk Facebook hat den Umsatz zum Jahresende kräftig gesteigert – auch dank des so wichtigen Geschäfts mit Werbung auf Mobilgeräten.

John Dyer
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BOSTON. Im 4. Quartal 2012 hat Facebook 1,6 Mrd. $ umgesetzt. Das sind 40% mehr als in der Vorjahresperiode. Der Zuwachs erklärt sich durch Investitionen, um die Präsenz auf mobilen Geräten zu erhöhen. Ein notwendiger und kluger Schritt, weil immer mehr Nutzer vom PC auf ihr Smartphone oder ein Tablet umsteigen. Der Markt für Werbung auf Mobilgeräten in den USA hat sich 2012 laut dem Marktforscher E-Marketer auf 4 Mrd. $ verdreifacht. 2013 soll er auf 7 Mrd. $ wachsen.

Facebooks Werbeumsatz legte im Schlussquartal um 41% auf 1,33 Mrd. $ zu. Auf mobile Geräte entfielen davon 23% nach 14% im 3. Quartal. «Facebook ist eine mobile Firma geworden», sagt Firmengründer Mark Zuckerberg. Laut seinen Worten nutzen letztes Jahr 680 Mio. Menschen ihre Facebook-Applikation, um sich über ihr Smartphone im sozialen Netzwerk anzumelden. Das sei ein Zuwachs von 57%. «Vor zwei Quartalen hatten wir eigentlich gar keinen Umsatz mit Mobilgeräten», sagt Finanzchef David Ebersman.

Der Quartalsgewinn aber sackte um 79% auf 69 Mio. $ ab. Das lag am Zuwachs der Belegschaft, weil die erhöhte Präsenz auf mobilen Geräten viele neue Programmierer erfordert. Die Ausgaben stiegen im 4. Quartal um 82% auf 1,06 Mrd. $. Das bestärkt Kritiker, die bezweifeln, dass Facebook nachhaltig profitabel werden könne.

Zuckerberg dagegen verweist auf neue Produkte. Die auf Facebook beschränkte Suchmaschine Graph Search soll Google konkurrenzieren. Mit der App «Gifts» will Facebook Amazon angreifen. Facebook Exchange erlaube es Werbern, in Echtzeit zu verfolgen, ob Nutzer auf die Werbung reagieren.