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Facebook macht Nutzungsbedingungen transparenter

Seit Jahren lag Facebook mit der EU im Clinch. Jetzt hat der Konzern die Nutzungsbedingungen so geändert, dass Nutzer leichter erkennen können, wie mit ihren Daten Geld verdient wird.
Facebook-CEO Mark Zuckerberg an einer Entwicklerkonferenz im kalifornischen San Jose. Bild: Marcio Jose Sanchez/AP (1. Mai 2018)

Facebook-CEO Mark Zuckerberg an einer Entwicklerkonferenz im kalifornischen San Jose. Bild: Marcio Jose Sanchez/AP (1. Mai 2018)

(sda/lb) Facebook zieht Konsequenzen aus den Forderungen der Europäischen Kommission sowie von Verbraucherschutzbehörden und zeigt sich transparenter. Die Kommission begrüsste die Veränderungen der Nutzungsbedingungen der Social-Media-Plattform, die Facebook bis Ende Juni vollziehen wolle. «Jetzt werden Nutzer wirklich verstehen, dass ihre Daten von dem sozialen Netzwerk genutzt werden, um gezielt Werbung zu verkaufen», sagte Justizkommissarin Vera Jourova am Dienstag in Brüssel.

Ein Unternehmen, das nach dem Datenskandal rund um die Analysefirma Cambridge Analytica im US-Präsidentschaftswahlkampf Vertrauen gewinnen wolle, dürfe sich nicht hinter einer «komplizierten juristischen Sprache» verstecken, sagte Jourova weiter. Jetzt sei es leichter, in Erfahrung zu bringen, wie beispielsweise ein Konto geschlossen und in welchen Fällen Konten gesperrt würden.

Im Nachgang des Skandals, der Facebook im vergangenen Jahr erschütterte, hatten EU-Kommission sowie nationale Datenschützer das weltgrösste Internet-Netzwerk aufgefordert, die mehr als zwei Milliarden Mitglieder besser darüber in Kenntnis zu setzen, wie sich der Konzern finanziert und welche Einnahmen aus dem Gebrauch der Nutzerinformationen generiert werden. Konkret warfen Jourova und europäische Verbraucherschutzbehörden dem Onlinegiganten vor, er verschweige seinen Nutzern, dass mit ihren Daten Milliarden vor allem durch Werbung verdient würden. Zugleich verlangten sie eine Anpassung an das EU-Verbraucherrecht. Laut der EU-Kommission müssen alle Änderungen bis Ende Juni abgeschlossen sein, ansonsten drohen Sanktionen; zuletzt standen hohe Bussen im Raum.

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