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Glencore-Tochter im Kongo darf vorerst nicht mehr exportieren

Die Glencore-Tochter ­Katanga Mining hat erneut Probleme in der Demokratischen ­Republik Kongo.
Ein Mitarbeiter der Kupfer- und Kobaltmine von Katanga in der Republik Kongo. Bild: Simon Dawson/Bloomberg

Ein Mitarbeiter der Kupfer- und Kobaltmine von Katanga in der Republik Kongo. Bild: Simon Dawson/Bloomberg

Die Kamoto Copper Company, an der Katanga mit 75 Prozent beteiligt ist, darf vorerst keinerlei Material exportieren, einschliesslich der Kupfererzeugung. Die Zollbehörde habe bereits am vergangenen Freitag eine solche Anweisung veranlasst, weil das Unternehmen angeblich versäumt habe, Ausfuhrzölle auf mindestens 6650 Tonnen Kupfer im Dezember 2014 und Januar 2015 zu entrichten, teilte Katanga gestern mit.

Die Auseinandersetzung mit der «Direction Générale des Douanes et Accises» (DGDA) im Kongo habe sich daraus ergeben, dass das Unternehmen die Produktion im Dezember 2014 um 6650 Tonnen zu hoch angegeben hatte. Dieser Fehler sei allerdings in den Jahresrechnungen 2015 und 2016 angepasst worden. Man sei in Gesprächen mit der Behörde, die Streitigkeit beizulegen.

Verlust im dritten Quartal

Gleichzeitig gab Katanga Mining Zahlen zum dritten Quartal bekannt. Die Glencore-Tochter hat erneut einen Verlust eingefahren. Der Umsatz lag bei 428,1 Millionen US-Dollar nach 5,9 Millionen im Vorjahr. Im Vorjahr war die Produktion erst wieder angelaufen, nachdem diese seit September 2015 gestoppt war und keine Erze abgebaut wurden. In den ersten neun Monaten 2018 kumuliert lag der Umsatz bei 920,4 Millionen nach 17,6 Millionen.

Das bereinigte Ergebnis Ebitda für das dritte Quartal wird mit 100,7 Millionen ausgewiesen nach einem Verlust von 69,1 Millionen im Vorjahr. Für neun Monate liegt das Ergebnis bei 268,1 Millionen US-Dollar nach einem Verlust von 195,2 Millionen im Vorjahr. Der Nettoverlust beläuft sich für das dritte Quartal auf 78,5 Millionen nach einem Verlust von 115,4 Millionen im Vorjahr. Für neun Monate bleibt damit immer noch ein Verlust von 481,0 Millionen nach einem Verlust von 342,8 Millionen. (sda)

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