Europa beklagt sich über China

Peking diskriminiere europäische Unternehmen. Das moniert deren Handelskammer.

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«Die Frustration wächst und spiegelt sich im Rückgang europäischer Investitionen in China.» Das sagt Jörg Wuttke, Präsident der Europäischen Handelskammer in China. Mit der seit 2015 geltenden Strategie «Made in China 2025» zur Entwicklung fortschrittlicher Industrie- und Technologiezweige «greift China in den alten Werkzeugkasten», indem der Staat wieder eine «vorherrschende Rolle» spiele. Auch Bundespräsidentin Doris Leuthard hatte jüngst festgestellt, bei der Öffnung bestehe noch Handlungsbedarf: «Wir haben zwar ein Freihandelsabkommen mit China, dennoch beklagen sich Schweizer Firmen über Hindernisse beim Marktzugang und über die Bürokratie in China.»

Die Handelskammer beklagt, dass europäische Unternehmen zunehmend unter Druck gerieten, Technologie für kurzfristigen Marktzugang transferieren zu müssen. Zudem stelle «Made in China 2025» Milliardenhilfen für chinesische Firmen bereit. (dpa)