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«Euphorie ist fehl am Platz»

Nachgefragt

Die Konjunktur brummt. Wie dünn ist das Eis, auf dem sich das Wirtschaftswachstum bewegt?

Das Wachstum bewegt sich auf recht dickem Eis, weil sich die Weltwirtschaft zum ersten Mal seit langem in einem synchronen Aufschwung befindet.

Ungewissheiten bleiben aber noch, oder?

Ungewissheiten gibt es viele, wie Befürchtungen über ansteigende Inflation und Zinsen. Das Erfreulichste an der Wirtschaftspolitik von Herrn Trump ist, dass er angedrohte Strafzölle für Europa und die Schweiz sowie die Importsteuer nicht umgesetzt hat.

Der Euro ist stärker geworden. Die Margen steigen. Wie nachhaltig ist das für die regionalen Unternehmen?

Es ist erfreulich, dass sich nach einer Durststrecke die Ertragssituation verbessert hat. Die Chancen stehen gut, dass sich der Euro im laufenden Jahr auf seinem aktuellen Niveau halten kann oder noch etwas ansteigt. Dieses Szenario setzt eine «stressfreie Erholung» der Eurozone voraus, dass also weder grosse politische noch wirtschaftliche Divergenzen auftreten. Längerfristig wird der Franken hoffentlich stark bleiben. Eine starke Währung ist nichts anderes als das Spiegelbild eines starken Landes.

Die Wirtschaft in der Ostschweiz hat angezogen. Geht das so weiter oder ist Vorsicht geboten?

Die Chancen für Wachstum 2018 stehen gut: Die Weltwirtschaft boomt, die Auftragsbücher sind voll, die Zinsen und die Inflation sind (noch) tief, und die Arbeitslosigkeit sinkt. Deshalb herrscht zu Recht Zuversicht. Aber wir müssen uns eingestehen, dass wir vieles nicht wissen, weshalb Euphorie fehl am Platz ist.

Das Wachstum beim BIP soll 2018 bei 2,2 Prozent liegen. Wird das in der Ostschweiz eher höher sein?

Von 2008 bis 2015 ist das BIP pro Kopf in der Ostschweiz stärker gestiegen als im Durchschnitt des Landes. Wenn die Ostschweiz im Jahr 2018 um rund zwei Prozent wächst, also etwa gleich wie der Landesdurchschnitt, bin ich sehr zufrieden. (bor)

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