EU überprüft Steinplatten aus China

BRÜSSEL. Mit der Einleitung eines Anti-Dumping-Prüfverfahrens ge- gen chinesische Steinplatten hat die EU im Handelsstreit mit China eine weitere Front eröffnet. Begonnen hatte der Handelsstreit mit einem Schutzzoll auf Solarpanel aus China.

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BRÜSSEL. Mit der Einleitung eines Anti-Dumping-Prüfverfahrens ge- gen chinesische Steinplatten hat die EU im Handelsstreit mit China eine weitere Front eröffnet. Begonnen hatte der Handelsstreit mit einem Schutzzoll auf Solarpanel aus China. Die EU-Kommission wirft der Volksrepublik unfairen Wettbewerb vor – Solarmodule aus China kämen in Europa nur deshalb auf einen Marktanteil von 80%, weil sie weniger kosteten als die Produktion, monieren Kritiker. Gestern teilte die EU-Kommission nun mit, einer Beschwerde des Verbands europäischer Hersteller von Agglomeratsteinen zu folgen und die Vorwürfe von Billigimporten aus China zu untersuchen.

Der EU-Markt für Platten dieser Art wird auf jährlich 480 Mio. € geschätzt, Chinas Anteil daran liegt laut Branchenkennern bei 9%. Doch auch die EU-Untersuchung auf dem Markt für Steinplatten dürfte nur eine Reaktion auf Ankündigungen Chinas sein. Die Volksrepublik hatte nämlich nach der Einführung von Zöllen auf Solarpanel angekündigt, der Frage nachgehen zu wollen, ob europäische Winzer auf dem chinesischen Markt mit Dumpingpreisen und mit Hilfe unzulässiger Subventionen operierten. (rtr)