Essigfliege versauert der Tobi Seeobst AG die Bilanz

BISCHOFSZELL. Wer mit Naturprodukten handelt, ist bessere und schlechtere Ernten gewohnt. Das geht der Tobi Seeobst AG nicht anders. Allerdings muss die Obst- und Steinobstvermarkterin neu auch mit der Frankenstärke und der Asiatischen Essigfliege kämpfen.

Stefan Borkert
Drucken
Teilen

BISCHOFSZELL. Wer mit Naturprodukten handelt, ist bessere und schlechtere Ernten gewohnt. Das geht der Tobi Seeobst AG nicht anders. Allerdings muss die Obst- und Steinobstvermarkterin neu auch mit der Frankenstärke und der Asiatischen Essigfliege kämpfen. Die Essigfliege ist 2011 erstmals in der Schweiz aufgetreten. Letztes Jahr hat der neue Schädling den Produzenten extreme Schwierigkeiten bereitet. «Viele Betriebe kapitulierten ob der enormen Schäden und stellten die Ernte vorzeitig ein», schreibt Geschäftsführer Benno Neff im Geschäftsbericht 2014.

Da die Tobi Seeobst AG auch ausführt und gerade bei so grossen Ernten wie 2014 mehr exportiert, wird durch die Aufhebung des Mindestkurses der Export möglicherweise beeinflusst. Bei der Tobi befürchtet man nun auch ein geändertes Konsumverhalten seitens der Verbraucher. Gerade der Export aber gewinnt an Bedeutung, denn «was beim Apfel seit mehreren Jahren vorkommt, traf 2014 erstmals im grösseren Ausmass auf die Sommerfrüchte zu. Bei Erdbeeren, Kirschen und Zwetschgen übertraf das Angebot die Nachfrage», heisst es im Geschäftsbericht.

Trotz der eigentlich guten Ernte 2014 haben sich neben anderen Faktoren auch Essigfliege und Marktsättigung in der Bilanz niedergeschlagen. Der Betriebsertrag stieg zwar von 78 Mio. (2013) auf 83,5 Mio. Franken. Der Reingewinn sank aber von 1,4 Mio. auf 1 Mio. Franken.

Aktuelle Nachrichten