Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Kommentar

Es lebe der Sport!

Wirtschaftsredaktor Daniel Zulauf zur Baloise-Studie.
Daniel Zulauf
Daniel Zulauf

Daniel Zulauf

Aus dem österreichischen Liedermacher Reinhard Fendrich spricht natürlich der pure Sarkasmus wenn er singt: «Es lebe der Sport. Er ist gesund und macht uns hort.» Die Unfallstatistiken belegen Jahr für Jahr. Sport kann auch auf Amateurniveau schnell gefährlich und für die Allgemeinheit eine kostspielige Angelegenheit werden. Dennoch wird der Sport auf allen Ebenen unterstützt. Zum Beispiel aus den Gewinnen von Swisslos. Über diesen Kanal flossen in den vergangenen 80 Jahren weit mehr als 200 Millionen Franken in den Fussball. Das Geld geht in die Nachwuchsabteilungen vieler kleiner Klubs, wo es der Entwicklung von Talenten dienen soll. Gute Leistungen erhöhen die Begeisterung und motivieren die breite Bevölkerung zur sportlichen Betätigung, so die Logik des Förderkonzeptes.

Eine obligatorische Unfallversicherung muss her – mit hohen Prämien für hohen Risiken.

Die Realität sieht aber anders aus. Wenn Amateurfussballclubs ihren Spielern Punkteprämien zahlen, um sie zu höheren Leistungen anzuspornen, werden sie versicherungstechnisch schnell wie Proficlubs behandelt. Eine obligatorische Unfallversicherung muss her – mit hohen Prämien für hohen Risiken. Seit die Suva bei Nichtbetriebsunfällen im Fussball genauer hinschaut und nicht mehr alle Schäden auf die eigene Kappe nimmt, geht die Rechnung bei vielen Clubs nicht mehr auf. Während Fussballvereine wegen hoher Versicherungsprämie um ihre Existenz bangen, fliessen die Gelder zur Sportförderung weiter. Das kann der Weisheit letzter Schluss nicht sein. Um das System richtig lenken zu können müssten wir wissen, wo der Breitensport aufhört und der Profibetrieb beginnt. Gerade im Fussball ist diese Grenze aber besonders schwammig.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.